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Emscher: Von der Quelle bis zur Mündung

Wo die "Kloake des Ruhrgebiets" entspringt

Die "Kloake des Ruhrgebiets" oder "Köttelbecke"– unter diesem Namen war die Emscher viele Jahre bekannt. Der Grund dafür: Jahrelang wurde das gesamte Abwasser aus den Ruhrgebiets-Haushalten in die Emscher abgeleitet. Gereinigt in den Kläranlagen in Dortmund, Bottrop und schließlich hier bei uns im Kreis in Dinslaken. Die Radio K.W.-Reporter Jan Duengel und Lena Semrok haben die Emscher genauer unter die Lupe genommen und eine Reise durch das Ruhrgebiet gemacht - los ging es an der Quelle in Holzwickede.

Weinanbau mitten im Ruhrgebiet

Ökologischer Umbau - das dreckige Image soll sich nun ändern: Bis 2020 wird der Fluss zur "blauen Emscher" - sauber und mit grünen Ufern. Dahinter steht ein Riesenprojekt der Emscher Genossenschaft, insgesamt werden 4,5 Milliarden Euro investiert. Das Abwasser fließt dann nicht mehr in die Emscher, sondern durch Rohre, die unter der Erde verlegt wurden. An einigen Punkten entstehen dadurch ganz neue Projekte - wie zum Beispiel in Dortmund-Hörde, wo die Emscher neben dem Phoenixsee plätschert: Dort wird Wein angebaut. Wein mitten im Ruhrgebiet? Wie das geht, haben wir Ilias Abawi von der Emschergenossenschaft gefragt.

Den Dreck geklärt

Naherholung wird es bald überall an den Emscher-Ufern geben. Denn durch die "Renaturierung", also den naturnahen Umbau, verschwindet nicht nur der Gestank in der Umgebung. Es entstehen grüne Ufer und attraktive Ausflugsziele - so zum Beispiel der BernePark in Bottrop. Wo über vierzig Jahre lang Wasser geklärt wurde, kann man nun im ehemaligen Maschinenhaus essen. Ein besonderes Highlight: Das Parkhotel. Hier schlafen Besucher in einem rund drei Meter langen Kanalrohr - mit Himmelsblick durch das Bullauge. Momentan gibt es in Bottrop auch noch ein aktives Klärwerk: ein Mikrokosmos für sich.

83 Kilometer Emscher münden in Dinslaken

Zwischenstand: Noch fünf Jahre bis zum Ende des Umbaus. Der Großteil der Rohre liegt schon unter der Erde. Es fehlt noch das Stück zwischen Oberhausen und Dinslaken, wo die Emscher dann in den Rhein mündet. Dort sieht man bislang noch nicht viel, außer einer großen Baustelle. 2020 soll da aber eine Auenlandschaft sein - wir haben mit Experten vom Naturschutzbund gesprochen und nachgehört, welchen Einfluss der Umbau auf die Natur und die Tiere hat. 

Zum Nachhören

Was genau der Emscher-Umbau bedeutet, das erklärt Jan Duengel im Gespräch mit Lucian Dietz:


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