
Wenn Kamp-Lintfort endlich seinen Bahnanschluss hat, müssen die Gleise auch durch neue Pflanzungen in den Zechenpark integriert werden. Dafür gab es jetzt rund 1,3 Millionen Euro vom Land NRW und der EU. NRW-Umweltminister Krischer hat den Förderbescheid persönlich übergeben. Das Geld fließt vor allem in ein sogenanntes Lebensraumband. Es soll die neue Bahntrasse der Niederrheinbahn ökologisch einbetten. Direkt an den Gleisen bleibt aus Sicherheitsgründen ein vier Meter breiter Streifen frei. Dahinter pflanzt die Stadt Bäume, Hecken und bunte Blumenwiesen. Auch ein Tiny Forest ist geplant - ein dicht bepflanztes, schnellwachsendes Mini-Wäldchen nach der Miyawaki-Methode.
Arbeiten soll bis zur IGA fertig sein
Von den Geldern profitiert auch das südlich des Parks gelegene Klimawäldchen. Es wird erschlossen und über einen barrierefreien Weg an den Zechenpark angebunden. Die Hochschule Rhein-Waal entwickelt zusätzlich Umweltbildungsstationen für Besucher. Kamp-Lintforts Bürgermeister Christoph Landscheidt freut sich über die finanzielle Unterstützung. Der Zechenpark sei seit der Landesgartenschau 2020 das grüne Herz der Stadt. Die Arbeiten starten Anfang 2027 und sollen zur Internationalen Gartenausstellung größtenteils fertig sein. Unklar ist dagegen weiter, wann erste Züge rollen. Noch immer wird geprüft, wie hoch der Sanierungsaufwand an drei Brücken auf der neuen Zugstrecke ist.