
Die Gewerkschaft NGG beklagt ein hohes Gefälle zwischen Normal- und Spitzenverdienern im Kreis Wesel. Bei uns gibt es demnach fast 130 Einkommensmillionäre. Auf einen kommen dabei über 1100 Beschäftigte, die darauf achten müssen, über die Runden zu kommen. Die NGG spricht von einer wachsenden Schieflage. Sie appelliert an die Bundestagsabgeordneten von CDU und SPD im Kreis, beim anstehenden Reformpaket den sozialen Kurs zu halten. Auf keinen Fall dürfte etwa Arbeit stärker besteuert werden als Kapitaleinkommen wie Zinsen, Dividenden von Aktien oder Kursgewinne beim Verkauf von Wertpapieren.
Forderung nach höherem Spitzensteuersatz
Die heimischen Bundestagsabgeordneten müssten jetzt dafür sorgen, dass „die anstehenden Reformen der Bundesregierung bei Steuern, Rente, Gesundheit & Co. die Kluft zwischen Arm und Reich überwinden und nicht noch größer machen“, so die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten. Dabei dürften eine Vermögenssteuer und ein höherer Spitzensteuersatz keine Tabus sein. Außerdem fordert die NGG Nordrhein Schwarz-Rot auf, „den Mut zu haben, das Ehegattensplitting abzuschaffen“. Es mache Jobs für Frauen oft unattraktiv und fördere damit überkommene Rollenbilder.