
Bei Bauarbeiten am Bahndamm an der Bertastraße in Dinslaken sind am Montag insgesamt 18 Panzersprenggranaten aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt worden. Die Granaten lagen zwischen Gleisen und Gärten, etwa 20 Meter vom Ende der Bertastraße entfernt in Richtung Innenstadt. Drei der Granaten waren beschädigt. Der Kampfmittelräumdienst NRW hat entschieden, sie noch am selben Abend kontrolliert zu sprengen. Für die Sprengung wurden rund 70 Anwohnerinnen und Anwohner evakuiert. Betroffen waren die Bertastraße, die Angelikastraße, die Almutstraße, die Annastraße und der Dorisweg. Auch die Bahnstrecke war in dem betroffenen Bereich kurzzeitig gesperrt. Um 17:45 Uhr gab es Entwarnung – die Anwohner durften zurück in ihre Häuser.
Verdacht eines alten Munitionsdepots
Für die kontrollierte Sprengung haben die Experten eine etwa zwei Meter tiefe Grube mit rund sieben Tonnen Sand aufgefüllt. Das sollte die Sprengkraft in den Boden ableiten und die umliegenden Häuser schützen. Gezündet wurde per Fernzünder. Die 15 nicht gesprengten Granaten werden im Munitionsdepot Hünxe entsorgt. Neben den Granaten fanden die Sprengmeister auch eine alte Metalltransportrohre – eine Hülse, in der Granaten früher transportiert wurden. Angesichts der großen Menge vermuten die Experten, dass sich an der Stelle früher ein Munitionsdepot befunden hat.