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© Oliver Berg/dpa
Bei der Messe präsentieren sich bis Sonntag deutlich mehr als 1.600 Aussteller. (Archivbild)
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5.000 Fans feiern neue Spiele bei Gamescom-Eröffnungsshow

Eine Kölner Messe lädt zum Probespielen, und Hunderttausende Gaming-Fans werden kommen: Die Gamescom beginnt, fünf Tage lang wird es laut und bunt in den Messehallen der Domstadt.

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Computer- und Videospiele

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Köln (dpa) - Zum Auftakt der weltgrößten Computerspiel- und Videospiel-Messe Gamescom haben rund 5.000 Zuschauerinnen und Zuschauer neue Spiele gefeiert. Unter großem Applaus wurden in einer Kölner Messehalle Trailer neuer Spiele gezeigt, die in den kommenden Monaten auf den Markt kommen. 

Die Gamingindustrie verändere sich, sagte Moderator Geoff Keighley. «Das ist einerseits aufregend und andererseits erschreckend.» Viele Studios seien geschlossen worden und die Chipkrise mache Hardware so teuer wie noch nie. Weil Künstliche-Intelligenz-Rechenzentren immens viele Chips brauchen, habe sich das Angebot verknappt und Gaming-Technik verteuert. 

«Und trotz allem geben Entwickler auf der ganzen Welt alles, um neue Spiele zu bauen - ob in großen Teams oder in kleinen Indie-Teams», sagte Keighley bei der Show «Opening Night Live». Vorgestellt wurden Actionspiele wie «Nodus Fall», in dem der Protagonist Drachen bekämpft, der Elitesoldaten-Shooter «Rainbow Six: Tactics», der Mittelalter-Horror «The Blood of Dawnwalker», der Apokalypse-Kampf «Metro 2039» und das Fantasy-Spektakel «Game of Thrones: War for Westeros», das auf der bekannten Fernsehserie aufbaut.

Das Leitthema der Gamescom lautet dieses Jahr «Games machen Lust auf Zukunft». Bei der Messe präsentieren sich bis Sonntag deutlich mehr als 1.600 Aussteller, das sind so viele wie noch nie. 2025 waren es 1.568 gewesen. Erwartet werden mindestens 350.000 Besucherinnen und Besucher, einige von ihnen als Cosplayer bunt kostümiert. Zwei Drittel der Aussteller kommen aus dem Ausland, Firmen aus Asien sind stark vertreten. An den Messeständen wird wieder mit langen Schlangen wartender Besucher gerechnet, die ein Game zur Probe spielen wollen. 

Branche hat großes wirtschaftliches Potenzial

Die Branche gewinnt auch wirtschaftlich an Bedeutung, im Digitalzeitalter werden die visuellen Möglichkeiten besser und die Zahl der Gamer steigt. Im ersten Halbjahr 2026 lag der Umsatz für Games, Hardware und damit verbundenen Services in Deutschland laut Branchenverband Game bei rund 4,2 Milliarden Euro, was einem Minus von drei Prozent entsprach - der Rückgang lag vor allem an gestiegenen Preisen für Hardware, die eine Kaufzurückhaltung bei Konsumenten verursachten. 

Deutschland spielt in dem globalen Geschäft nur eine Nebenrolle: Schätzungsweise fünf Prozent des Geldes, das hierzulande für Games ausgegeben wird, fließt in Produktionen made in Germany. Zu den wenigen größeren deutschen Studios gehört Crytek aus Frankfurt am Main. 

Klingbeil, Bär und Wüst erwartet

Bei dem Branchentreff erwartet werden am Mittwoch Vizekanzler und Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) sowie die für Gaming zuständige Bundesforschungsministerin Dorothee Bär (CSU) und NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU). Sie könnten sich zu der für die deutsche Branche so wichtigen Frage äußern, ob und wann die angedachten Steuererleichterungen für Gamesfirmen endlich kommen. Die sind im Koalitionsvertrag der CDU/CSU und SPD zwar festgehalten, bisher aber nicht umgesetzt. 

Der Branchenverband Game fordert solche Erleichterungen seit langem ein und verweist dabei auf andere Staaten, wo es sie schon seit langem gibt - etwa in Kanada und Frankreich. Dadurch habe es Deutschland als Gamingstandort im globalen Wettbewerb schwer.

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© dpa-infocom, dpa:260825-930-582052/1
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Computerspielemesse Gamescom
© Oliver Berg/dpa
Bei der Gamescom kommen immer wieder einige Besucherinnen und Besucher als Cosplayer bunt kostümiert. (Archivbild)
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