
Im Drama um verschwundene Sessel gab es für das Bocholter Bühnenhaus kein Happy Ende. Die über 600 knallroten Polstermöbel bleiben verschollen. Die Ermittlungen nach einer Anzeige der Stadt wurden eingestellt. Die hatte die Theatersessel zum Sanieren einem Polsterer übergeben. Der nahm sie entgegen, war dann aber plötzlich nicht mehr erreichbar. Schriftliche Mahnungen, Fristsetzungen und Zustellungsversuche blieben alle ohne Ergebnis. Auch die Ermittler konnten seinen Aufenthaltsort am Ende nicht herausfinden.
Ersatzmöbel im Gespräch, aber noch nicht gekauft
Ein Ersatz für die 600 Polstersessel ist gar nicht so einfach. Aktuell laufen Absprachen mit Denkmalschutzbehörden, sagte ein Sprecher der Stadt Bocholt. Es gehe darum, wie genau die Ersatzstühle den alten Sitzen gleichen müssten. Das beeinflusse maßgeblich die Kosten für eine Ersatzbeschaffung. Das Polstern der Sessel war Teil eines viel größeren Projektes: Die Sanierung von Rathaus und Bühnenhaus. Auch die neue Spielzeit findet weiter in Ausweichspielstätten statt.