
Extinction Rebellion hat am Samstag die niederländische Autobahn A12 bei Zevenaar blockiert. Rund 50 Demonstranten waren auf der Fahrbahn. Mit Transportern und einem Auto hatten sie ihre Blockade gesichert. Die Aktionsgruppe fordert ein Ende der staatlichen Subventionen für fossile Brennstoffe. Mit der Aktion will sie auf die Klimakrise aufmerksam machen, wie Omroep Gelderland berichtet. Die Polizei hat die Strecke geräumt. Insgesamt wurden rund 100 Aktivisten im Zusammenhang mit der Aktion festgenommen. Die Polizei musste dafür einige der Aktivisten von der Fahrbahn tragen. Bei anderen war die Festnahme freiwillig. Außerdem hat die Polizei zwei Transporter und ein Auto, die bei der Blockade eingesetzt wurden, beschlagnahmt. Auch deutsche Polizeikräfte waren vor Ort.
Bürgermeister Van Riswijk verteidigt Polizeieinsatz bei Zevenaar
Die Gemeinde Zevenaar hatte den Aktivisten vorab einen alternativen Versammlungsort angeboten. Die Demonstranten nutzten dieses Angebot offenbar nicht. Nachdem ein Teil der Gruppe zur Straße Doesburgseweg zurückgezogen war, blieb sie auch dort. Bürgermeister Lucien van Riswijk verteidigte das Vorgehen der Polizei. Die Blockade einer Autobahn sei etwas anderes als eine normale Demonstration. Gegen drei Fahrer, die mit ihren Fahrzeugen die Blockade eingeleitet haben, laufen inzwischen weitere Ermittlungen. Die Polizei vernimmt sie noch. Der genaue Tatvorwurf ist bislang nicht öffentlich. Gegen die übrigen rund 100 festgenommenen Aktivisten wird derzeit offenbar nicht weiter ermittelt. Gegen 16.15 Uhr war der Verkehr Richtung Deutschland wieder normal. Auf einem niederländischen Blaulichtportal gibt es Bilder des Einsatzes.