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Abschlussbericht zu Flugzeugabsturz in Wesel veröffentlicht
© Foto: Markus Joosten / FUNKE Foto Services
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Abschlussbericht zu Flugzeugabsturz in Wesel veröffentlicht

Fünfeinhalb Jahre nach dem tödlichen Absturz eines Ultraleichtflugzeugs in ein Weseler Wohnhaus liegt der Untersuchungsbericht vor.

Veröffentlicht: Mittwoch, 06.05.2026 11:19

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Im Juli 2020 stürzte ein Ultraleichtflugzeug nach dem Start in Wesel aus rund 450 Metern Höhe in ein Wohnhaus. Bei dem Unglück starben der Pilot, sein Beifahrer sowie eine Bewohnerin des Hauses. Ein zweijähriges Mädchen wurde leicht verletzt. Jetzt hat die Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung ihren Abschlussbericht vorgelegt. Dieser bestätigt, dass das Rettungssystem der Maschine - ein Notfall-Fallschirm - versagt hat. Den kompletten Bericht findet ihr hier.

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Technischer Defekt kann ausgeschlossen werden

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Die Experten gehen davon aus, dass beim Absturz deutlich größere Kräfte wirkten, als das System aushalten konnte. Ein Verbindungsseil des Fallschirms hielt der Belastung nicht stand und riss. Unklar bleibt für die Behörden allerdings, warum das System überhaupt ausgelöst wurde. Die Gutachter halten es für möglich, dass der Pilot handlungsunfähig wurde oder der Passagier den Schirm versehentlich aktivierte. Weder das Wetter oder ein offensichtlich technischer Defekt konnten als unmittelbare Ursache festgestellt werden. Auch ein Vogelschlag wird ausgeschlossen.

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Warum dauerte das Gutachten so lang?

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Der Bericht nennt keinen einzelnen, expliziten Grund für die extrem lange Dauer. Aus dem Dokument geht jedoch hervor, dass der Zerstörungsgrad extrem hoch war und hochkomplexe Analysen nötig waren. Mehrere externe Institute (unter anderem Uni Stuttgart, LKA Hannover) mussten Materialprüfungen, Zerreißversuche und Datensimulationen durchführen, was extrem zeitaufwendig ist.

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