
Ein Erdbeben der Stärke 7,4 hat am Montag Kolumbien erschüttert. Es zählt zu den schwersten Beben seit Jahrzehnten. Nach ersten Angaben sind mehr als 200 Menschen gestorben. Über 1.200 Menschen sind verletzt worden. Tausende weitere Menschen gelten als vermisst. Besonders schwer betroffen ist die Stadt Cali. Dort sind zahlreiche Wohnhäuser eingestürzt. Auch mehrere Krankenhäuser sind zerstört worden. Das erschwert die Versorgung der Verletzten zusätzlich. Rettungskräfte suchen weiter nach Überlebenden unter den Trümmern. Kolumbiens Präsident Abelardo de la Espriella hat den Notstand ausgerufen. Besonders hart trifft es informelle Siedlungen an Hängen und Hügeln.
Nothilfe für Kolumbien aus Tönisvorst
Hilfe für die Betroffenen kommt jetzt auch vom Niederrhein. Das Medikamentenhilfswerk Action Medeor aus Tönisvorst stellt 10.000 Euro Soforthilfe bereit. Das Geld soll den Menschen in Kolumbien schnell helfen. Damit sollen Wasser, Nahrung, Hygieneartikel und Medikamente finanziert werden. Action medeor arbeitet dabei mit lokalen Partnern vor Ort zusammen. Diese Partner berichten von massiven Zerstörungen in den betroffenen Regionen. Vor allem Menschen in informellen Siedlungen benötigen jetzt dringend Unterstützung. Action medeor ist bereits seit über 15 Jahren in Kolumbien aktiv. Die Organisation setzt sich dort für die Gesundheitsversorgung der Bevölkerung ein.