
Ein Erdkabel unter dem Rhein soll eine leistungsstarke Stromverbindung zwischen Voerde und Rheinberg garantieren. Heute (09.02.) starten die ersten Arbeiten für den Bau der "Rheinquerung". Das heißt konkret: Gehölze werden zurückgeschnitten und entnommen. Diese Arbeiten werden von einer ökologischen Baubegleitung betreut, die die einzelnen Gehölze vorher geprüft und freigegeben hat, heißt es von Amprion. Die Arbeiten sind wahrscheinlich Ende Februar fertig. Die eigentlichen Bauarbeiten rund um das Erdkabel sollen noch in der ersten Jahreshälfte dieses Jahres (2026) starten.
Hunderte Kilovolt Spannung
Die gesamte Maßnahme hat das Ziel, die derzeitige 220-Kilovolt-Freileitung zwischen Wesel und Krefeld-Hüls im Abschnitt zwischen der Umspannanlage Wesel/Niederrhein und der Umspannanlage Utfort durch eine neue Höchstspannungsleitung zu ersetzen. Die neue Leitung soll Strom auf der Spannungsebene 380 Kilovolt transportieren. Zusätzlich wird auf diesem Abschnitt eine 110-Kilovolt-Leitung mitgeführt.
Prüfungen im Vorfeld
Die Rheinquerung ist vom Gesetzgeber als Erdkabelpilotstrecke in das EnLAG aufgenommen worden. Amprion hatte für die Rheinquerung verschiedene unterirdische Trassen aber auch die Ausführung als Freileitung ausgearbeitet. Nach intensiver Prüfung der verschiedenen Varianten hat sich Amprion für eine Kombination aus einem kurzen Freileitungsabschnitt und einem längeren Erdkabel entschieden.