
Die Stromautobahn "A-Nord" sorgt für spektakuläre Bauarbeiten zwischen Rees-Haffen und Xanten-Obermörmter. Die Trasse führt hier unter den Rhein. Jetzt wurde ein Meilenstein geschafft: Netzbetreiber Amprion hat das erste Erdkabel unter dem Fluss verlegt. Mit rund zwei Kilometern Länge ist es auch das längste Stück der gesamten Verbindung. Ein Schwertransporter hatte es in der Nacht vom Krefelder Hafen aus angeliefert. Von der Xantener Seite aus wurde es dann durch ein Schutzrohr bis nach Rees gezogen. Nächste Woche sollen dann die weiteren Erdkabel folgen.
Insgesamt acht Kabelschutzrohre
Die Vorbereitungen für den Kabelzug liefen schon seit einem Jahr. Im vergangenen Sommer waren etwa die acht Kabelschutzrohre in eine ausgebaggerte Rinne in der Rheinsohle verlegt. Der erste Spatenstich für die rund 300 Kilometer lange Stromtrasse „A-Nord“ war schon 2023. Sie soll einmal bis zu zwei Gigawatt Windstrom von der Nordsee in den Süden transportieren. Das gesamte Projekt kostet zwei Milliarden Euro. Der Kreis Wesel wird dabei nur gestreift - neben Xanten auch in Hamminkeln und Sonsbeck. A-Nord soll den Energiebedarf von rund zwei Millionen Menschen decken.
