
Am früheren Kraftwerk in Voerde muss ein weiterer Kamin gekürzt werden. Ab heute ist dafür die viel befahrene Frankfurter Straße gesperrt. Nötig ist das laut RWE aus Sicherheitsgründen. In den nächsten Monaten arbeitet ein Bagger in luftiger Höhe auf dem Schornstein. Der knabbert ihn vor der Sprengung - wie schon beim ersten Kamin - von oben ab. Dabei können Betonbrocken aus über 200 Metern Höhe herunterfallen. Und die Frankfurter Straße ist nur 25 Meter entfernt. Wie lange die Sperrung dauert, hängt vom Fortschritt der Arbeiten ab. Angepeilt sind bis zu fünf Monate.
Kürzungen sind im Vorfeld dringend nötig
Gekürzt wird der Schornstein um stolze 95 Meter. Damit soll verhindert werden, dass er bei seiner späteren Sprengung im Fallen Hochspannungsleitungen beschädigt. RWE betont, dass alle Alternativen zur Sperrung der Frankfurter Straße geprüft wurden. Sie hat sich aber als alternativlos herausgestellt. Auch das Kürzen und Sprengen des Kamins hat sich als beste Option erwiesen. Schon zwei Mal gab es auf dem Kraftwerksgelände in Möllen spektakuläre Sprengungen - zuerst 2023 der Kühlturm und dann Ende letzten Jahres der erste der insgesamt drei über 200 Meter großen Schornsteine.