
Die Atomkraft-Gegner erwarten für morgen die ersten Castortransporte. Sie verweisen dabei auf "verschiedene Quellen". Der hochradioaktive Atommüll soll von Jülich nach Ahaus gebracht werden. Auf der kürzesten Autobahn-Route könnten dabei etwa Moers, Oberhausen und Bottrop durchkreuzt werden. Ob die Castoren tatsächlich die 170 Kilometer-Strecke über A57 und A42 nehmen, ist aber weiter unklar. Die Anti-Atomkraft-Initiativen rufen für morgen Abend zu Demos auf. In Ahaus starten sie um 18 Uhr mit einem Protestzug und einer Kundgebung, in Jülich läuft zeitgleich eine Dauermahnwache an bis zum Start der Atommüll-Transporte.
Atomkraft-Gegner fordern unverzügliche Absage
Die mutmaßliche Strecke des Transports wurde vermeintlich durch eine eingerichtete Flugverbotszone für Drohnen deutlich, die sich entlang der Autobahnen von Jülich nach Ahaus erstreckt. Diese gilt seit Freitag (20.03.) bis zum 27. März. Begründet wurde sie von der Digitalen Plattform Unbemannte Luftfahrt mit einem polizeilichen Einsatz. Die an den Protesten beteiligten Anti-Atomkraft-Organisationen üben scharfe Kritik am Sicherheitskonzept der Transporte sowie der gesamten Atompolitik. Die Aktivisten appellieren deshalb an Innenminister Reul, den Transport unverzüglich abzusagen.