
Wesel bekommt am 11. Juli seinen ersten eigenen Christopher Street Day. Die Organisatoren erwarten einen großen Zulauf mit hunderten Teilnehmern. Schirmherr ist Wesels Bürgermeister Rainer Benien. Der sieht sich deshalb offenbar gerade viel Gegenwind ausgesetzt. Es gebe "vermehrt Schreiben gegen die Durchführung" des CSD. Benien ist es deshalb wichtig, klare Haltung zu zeigen. Die Schirmherrschaft sei für ihn "ein klares Bekenntnis zu Respekt, Menschenwürde und einem friedlichen Zusammenleben". Wesel sei ein Ort, an dem Menschen unterschiedlicher Herkunft, Religion, Weltanschauung und Lebensweise respektvoll zusammenleben.
Appell für ein Klima der Toleranz
Den Kritikern am CSD zeigt Wesels Bürgermeister klare Grenzen auf - und zwar dort, "wo Menschen pauschal abgewertet, aus dem öffentlichen Raum verdrängt oder in ihrer Würde infrage gestellt werden". Benien wirbt deutlich für ein Klima der Toleranz, des gegenseitigen Respekts und der demokratischen Auseinandersetzung. Der Weseler Christopher Street Day findet am 11. Juli statt. Geplant ist etwa ein großer Demozug vom Großen Markt zum Berliner Tor, außerdem Infostände und Bühnenprogramm mit Live-Musik, Bauchtanzgruppe, Drag-Queen, Tanzeinlagen und DJane.
Motto: "Nie wieder still"
Das Motto des Weseler CSD lautet "Nie wieder still". Der Demozug soll bunt, laut, sichtbar und friedlich werden, sagen die Organisatoren. Zu den Schirmherren gehören neben Bürgermeister Rainer Benien auch die CDU-Landtagsabgeordnete Charlotte Quik und das Weseler Prinzenpaar. Schon seit den 60er Jahren ist der Christopher Street Day Demo und Straßenfest zugleich. Er setzt sich für die Rechte und Sichtbarkeit der queeren Gemeinschaft ein. Wesel war bisher nur Teil eines großen städteübergreifenden CSD.