
In NRW fließt in den nächsten Jahren massiv Geld in militärische Anlagen - besonders auch hier bei uns am Niederrhein. Das Land plant bis 2029 mit Investitionen von rund 1,6 Milliarden Euro im Auftrag des Bundes. Das ist mehr als doppelt so viel wie in den vier Jahren zuvor. Ein großer Teil davon geht nach Uedem. Hier bekommt das Nato-Führungszentrum für Luftoperationen einen neuen Gefechtsstand für gut 92 Millionen Euro. Außerdem wird die nahegelegene Radarstation Marienbaum für 21 Millionen Euro technisch aufgerüstet.
Genehmigungshürden werden gelockert
NRW ist für das Verteidigungsbündnis von besonderer Bedeutung, weil von Uedem aus der europäische Luft- und Weltraum überwacht wird. Um die Projekte des Bundes und der Nato schnell voranzubringen, arbeiten beim landeseigenen Bau- und Liegenschaftsbetrieb mittlerweile 450 Menschen mit gebündelten Zuständigkeiten. Zu Jahresbeginn hatte das Land außerdem angekündigt, Genehmigungshürden für militärische Anlagen wie etwa Kasernen in NRW zu senken. Für Neubauten, Sanierungen und Erweiterungen militärischer Anlagen entfalle künftig das Baugenehmigungsverfahren.