
Seit Oktober 2025 haben sich im Kreis Wesel 1.715 junge Menschen bei der Berufsberatung gemeldet. Das sind 181 weniger als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Ein wesentlicher Grund ist die Abiturreform. Durch den Wechsel von acht auf neun Schuljahre am Gymnasium fällt in diesem Jahr fast ein kompletter Jahrgang weg. Zwar entscheiden sich erfahrungsgemäß nur wenige Abiturienten für eine Ausbildung. Aber der Effekt ist spürbar. Dazu kommt die schwierige Wirtschaftslage. Sie verunsichert viele Jugendliche bei der Berufswahl. Ende März suchen im Kreis Wesel noch 1.036 junge Menschen einen Ausbildungsplatz.
Betriebe melden weniger Ausbildungsstellen
Auch auf der Unternehmensseite gibt es einen Rückgang. Die Betriebe im Kreis Wesel melden seit Oktober 1.677 Ausbildungsstellen – das sind 380 weniger als im Vorjahr. Das entspricht einem Minus von fast 19 Prozent. Die Arbeitsagentur Wesel sieht darin vor allem die Folgen der angespannten Konjunktur. Viele Unternehmen schieben die Entscheidung zur Ausbildung erst einmal auf. Gleichzeitig sind Ende März noch 1.002 Stellen im Kreis Wesel unbesetzt. Rein rechnerisch gibt es also für jeden suchenden Jugendlichen einen freien Platz. Wer noch einen Ausbildungsplatz sucht, hat am 27. April eine gute Gelegenheit. Im Bürgerhaus Weeze findet von 11 bis 15 Uhr die Ausbildungs- und Stellenbörse statt.