
Das Landgericht Kleve verurteilt die 38-jährige Mutter wegen Totschlags zu fünf Jahren Freiheitsstrafe. Die Frau hatte ihr neugeborenes Mädchen in einem Müllcontainer in Goch abgelegt. Die Polizei war im Sommer über die Geburt und das Verschwinden des Neugeborenen informiert worden. Die Mutter hatte erklärt, sie habe das Baby für tot gehalten. Eine Obduktion ergab aber, dass das Mädchen nach der Geburt noch selbstständig geatmet hatte. Das zeigt ein sogenannter Lungentest.
Verurteilte sitzt im Dinslakener Frauengefängnis
Laut Medienberichten wurde vor Gericht geschildert, dass die Frau unter starkem emotionalen Druck stand. Sie lebte in einer Unterkunft für Geflüchtete. 2022 war sie mit ihrem damals jugendlichen Sohn vor dem Krieg in der Ukraine geflohen. Zunächst ging es nach Tschechien, später nach Deutschland. Seit dem Sommer sitzt die 38-Jährige im Dinslakener Frauengefängnis in Untersuchungshaft.