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Bauern am Niederrhein und neuer Streit um Stickstoffregeln
© Thomas Neu, Landwirt aus Hamminkeln
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Bauern am Niederrhein und neuer Streit um Stickstoffregeln

Direkt hinter unserer Grenze protestieren wieder Hunderte Bauern. Das Thema Stickstoff trifft auch die Landwirtschaft im Kreis Wesel.

Veröffentlicht: Mittwoch, 29.07.2026 06:51

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In den Niederlanden sind am Montagabend Hunderte Landwirte auf die Straße gegangen. Auslöser sind neue Stickstoffpläne der Regierung in Den Haag. Das Kabinett will den Stickstoffausstoß in der Landwirtschaft drastisch senken. Besonders betroffen sind Betriebe in der Nähe von Naturschutzgebieten. Dort sollen strengere Regeln gelten. Manche Landwirte müssen laut den Plänen ein Drittel ihrer Tiere abgeben. Einige fürchten sogar das Ende ihres Betriebs. Mit Traktoren schrieben die Bauern auf einem Feld bei Zutphen den Satz: „Unsere Geduld ist am Ende." In Borculo (Stadt im Achterhoek in der Provinz Gelderland) übergaben sie außerdem einen Protestbrief an den Gemeinderat. Landesweit haben verschiedene Gruppen weitere Aktionen angekündigt.

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Stickstoffstreit betrifft auch Bauern im Kreis Wesel

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Das Thema ist am Niederrhein nicht neu. Schon im Dezember 2019 sind Landwirte aus dem Kreis Wesel mit ihren Traktoren über die Grenze gefahren – als Zeichen der Solidarität mit den niederländischen Bauern. Und erst im Dezember 2025 machten sich rund 150 Landwirte aus dem Rheinischen Landwirtschafts-Verband auf den Weg nach Brüssel. Der Grund damals: unfaire Wettbewerbsbedingungen und zu viel Bürokratie. Die Sorge ist dieselbe geblieben. Strengere Umweltauflagen, mehr Vorschriften, weniger Planungssicherheit – das kennen die Bauern im Kreis Wesel gut. Ob Stickstoff, Nitrat oder Handelspolitik: Der Druck auf die Landwirtschaft hier wächst seit Jahren. Und die Proteste in den Niederlanden zeigen: Die Geduld vieler Landwirte ist am Ende.

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