
Baustart für neues Erdkabel zwischen Voerde und Rheinberg
Der Netzbetreiber Amprion beginnt mit den Bauarbeiten für eine neue Erdkabelverbindung zwischen Voerde und Rheinberg. Das Projekt ist Teil des Ausbaus der Stromtrasse von Wesel bis Meerbusch.
Veröffentlicht: Dienstag, 05.05.2026 07:08
Zwischen Voerde und Rheinberg rollen die Bagger an. Der Übertragungsnetzbetreiber Amprion startet die eigentlichen Bauarbeiten für eine neue Erdkabelverbindung. Die Vorbereitungen sind abgeschlossen – Gehölzschnitte und sogenannte Vergrämungsmaßnahmen haben bereits stattgefunden. Dabei geht es darum, Vögel rechtzeitig von den Arbeitsflächen fernzuhalten. Jetzt richtet Amprion die Baustellen entlang der Trasse ein – dazu kommen die Zufahrtswege. Gleichzeitig beginnen die Vorbereitungen für die Tunnelbauwerke an der Momm-Niederung. Die Bezirksregierung Düsseldorf hat das Projekt Mitte April per Planfeststellungsbeschluss genehmigt. Noch bis Mitte Mai ist eine Klage gegen den Beschluss möglich.
Rhein und Momm-Niederung werden untertunnelt
Das Teilstück zwischen Voerde und Rheinberg ist elf Kilometer lang. Auf freiem Feld verlegt Amprion die Kabel in offener Bauweise – also mit Erdaushub. Anders sieht es am Rhein und an der Momm-Niederung aus. Dort kommt das Tunnelverfahren zum Einsatz, um Natur und Grundwasser zu schützen. Baumaschinen werden dort nur an gesicherten Flächen betankt. Außerdem kommen biologisch abbaubare Betriebsstoffe zum Einsatz. Ein Grundwassermonitoring begleitet die gesamten Arbeiten. Die Stromversorgung bleibt während der Bauzeit durchgehend stabil. Fertig sein soll die Verbindung im Jahr 2031 – sie ist Teil der rund 53 Kilometer langen Stromtrasse von Wesel bis nach Osterrath bei Meerbusch.
Informationen für Anwohner
Wo es zu Straßensperrungen kommt, kündigt Amprion das rechtzeitig an. Dafür gibt es einen eigenen Bau-Newsletter – den „Bau-Newsletter Rheinquerung". Wer sich einträgt, bekommt aktuelle Infos direkt per E-Mail. Alle Arbeiten laufen in Abstimmung mit den betroffenen Grundstückseigentümern und den zuständigen Behörden. Eine ökologische Baubegleitung ist durchgehend dabei, heißt es. Weitere Infos gibt es auf der Projekt-Homepage von Amprion.