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Belastende Aussagen im Dingdener Mordprozess
© Thorsten Lindekamp / FUNKE Foto Services
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Belastende Aussagen im Dingdener Mordprozess

Am vierten Prozesstag hat eine Ex-Freundin eines Angeklagten schwer belastet. Sie berichtet von Videos und Blutspuren.

Veröffentlicht: Freitag, 30.01.2026 05:45

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Im Mordprozess um den getöteten 61-jährigen Geschäftsführer aus Hamminkeln-Dingden sind am vierten Verhandlungstag schwere Vorwürfe gegen die drei angeklagten Bocholter erhoben worden. Eine Ex-Freundin eines der Angeklagten hat vor Gericht ausgesagt und die Männer dabei schwer belastet. Die 20-jährige Bocholterin berichtet von einem Video, das ihr Ex-Freund ihr gezeigt haben soll. Auf dem Video war nach ihren Angaben ein gefesselter und blutender Mann zu sehen. Der Angeklagte soll ihr gesagt haben, es handle sich um einen säumigen Schuldner. Die Zeugin will außerdem Blutflecken an der Kleidung ihres Ex-Freundes bemerkt haben. Das war nach ihren Angaben am Tatwochenende im Juni vergangenen Jahres. Auch eine Bankkarte mit dem Vornamen des späteren Opfers will sie auf ihrem Küchentisch gesehen haben.

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Die Befragung der Zeugin gestaltete sich schwierig und musste mehrfach unterbrochen werden. Die junge Frau antwortete oft nur einsilbig oder sagte "weiß ich nicht", schreibt die NRZ. Ihre Aussagen vor Gericht weichen teilweise von früheren Polizei-Vernehmungen ab. Bei wichtigen Details konnte sie sich plötzlich nicht mehr erinnern. Der Vorsitzende Richter und die Anwälte stellten ihr Erinnerungsvermögen zunehmend in Frage. Die Zeugin gab an, unter großer Angst zu stehen. Nach knapp viereinhalb Stunden wurde sie vorerst aus dem Zeugenstand entlassen. Sie muss am 3. Februar erneut vor Gericht erscheinen. Der Prozess wird heute vor dem Amtsgericht Bocholt fortgesetzt.

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