
Beim Berliner CSD ist es am Samstagabend zu einem Terroranschlag gekommen. Ein Mann fährt mit einem Van in eine Menschenmenge am Rande der Veranstaltung. Eine Frau kommt ums Leben. 29 weitere Menschen werden verletzt, einige davon lebensgefährlich. Die Ermittler gehen von einem islamistisch motivierten Anschlag aus. Der mutmaßliche Täter heißt Abdul B. und ist 21 Jahre alt. Er flüchtet nach der Tat. Noch Sonntag spürt die Polizei ihn in einer Kleingartenanlage in Berlin-Spandau auf. Der Mann geht mit einer Stichwaffe auf die Beamten zu. Die Polizei erschießt ihn. Die Bundesanwaltschaft übernimmt die Ermittlungen als oberste Anklagebehörde in Deutschland.
CSD Duisburg – Schocknachricht trifft friedliche Demo am Niederrhein
Zeitgleich zum Berliner CSD findet am Samstag auch in Duisburg der Christopher Street Day statt. Knapp tausend Menschen ziehen friedlich durch die Innenstadt – für Vielfalt, Sichtbarkeit und Gleichberechtigung. Die Stimmung ist ausgelassen. Dann kommt die Nachricht aus Berlin. Der Vorsitzende des CSD Vereins in Duisburg Christian Karus und sein Team erfahren davon noch beim Abbau. Die Bestürzung ist groß. Karus sagt: „Das Sicherheitsgefühl ist ins Wanken geraten." Gleichzeitig macht er deutlich: Aufgeben kommt nicht infrage. Seine Botschaft ist klar – jetzt erst recht. Im August geht die CSD-Saison am Niederrhein weiter. In Moers und in Neukirchen-Vluyn sind weitere Demos geplant.