
Autofahrerinnen und Autofahrer in Voerde-Friedrichsfeld müssen sich im Mai auf erhebliche Einschränkungen einstellen. Die Deutsche Bahn sperrt dort ab dem 4. Mai gleichzeitig die Poststraße und die Spellener Straße. Die Sperrung läuft bis zum 24. Mai – das sind gut drei Wochen. Grund sind Abrissarbeiten an zwei Eisenbahnbrücken im Rahmen des dreigleisigen Betuwe-Ausbaus zwischen Emmerich und Oberhausen. Die Bahn selbst hatte eine parallele Sperrung beider Straßen lange ausgeschlossen. Jetzt kommt sie trotzdem – weil der Umfang der Arbeiten größer ist als zunächst geplant. Die DB InfraGO betont, die Dauer der Straßensperrungen auf das Nötigste reduziert zu haben. Die Mehrkosten durch die Vollsperrungen trägt die Bahn.
Autofahrerinnen und Autofahrer werden in dieser Zeit weiträumig umgeleitet – über die Frankfurter Straße, die Emmelsumer Straße und die Hindenburgstraße. Auch der Busverkehr ist betroffen. Die Bahn stimmt sich nach eigenen Angaben gerade mit den Verkehrsbetrieben ab. Fußgängerinnen und Fußgänger können den Weg am Wesel-Datteln-Kanal nutzen – allerdings nicht durchgehend. Vom 11. bis zum 15. Mai ist auch dieser Weg wegen Arbeiten an der Kanalbrücke komplett gesperrt. Für Rettungsdienste und Feuerwehr ist der Zugang laut Bahn jederzeit gewährleistet. Über die genauen Umleitungen informiert die DB InfraGO rechtzeitig vor Ort.
Auch danach bleibt die Lage eng
Mit dem Ende der Parallelsperrung am 24. Mai ist die Situation in Voerde-Friedrichsfeld noch nicht vorbei. Die Spellener Straße bleibt sogar noch bis zum 5. Juni vollständig gesperrt. Die Poststraße hat in diesem Zeitraum nur noch eine Spur – mit einer Höhenbegrenzung von 3,60 Metern. Ab dem 6. Juni wird dann auch die Spellener Straße einspurig freigegeben – allerdings mit einer Höhenbegrenzung von nur 3,20 Metern. Für die Poststraße kündigt die Bahn außerdem weitere Sperrungen an. Details sollen rechtzeitig bekanntgegeben werden. Weitere Entspannung ist also vorerst nicht in Sicht. Die Bahn bittet für die Unannehmlichkeiten ausdrücklich um Entschuldigung.
Auch der Bahnverkehr selbst ist betroffen – und das sogar schon früher als der Straßenverkehr. Die Gleise sind bereits ab dem 20. April bis zum 17. Mai gesperrt. Der frühere Start ist nötig, weil zunächst Oberleitungen, Signaltechnik und Gleis zurückgebaut werden müssen. Erst dann kann der eigentliche Abriss der beiden Brücken beginnen. Die Betuwe-Arbeiten zwischen Emmerich und Oberhausen laufen seit November 2024. Bis Mitte Mai bündelt die Bahn nach eigenen Angaben ein riesiges Bauvolumen auf der Strecke.