
In Hünxe, Dinslaken und Voerde starten jetzt die ersten Arbeiten für den geplanten Grubenwasserkanal in den Rhein. Laut RAG wird der Baugrund für die insgesamt 13 Kilometer lange Trasse untersucht. Dafür stehen unter anderem Vermessungen, Sondierungen und Bohrungen an. Die Einschränkungen an der Oberfläche sollen möglichst gering gehalten werden. Die Daten zur Bodenbeschaffenheit sind wichtig, um den Tunnel- bzw. Kanalbau sicher planen zu können. Grubenwasser ist das Wasser, das sich in den alten Bergwerken unter der Erde sammelt. Seit dem Ende des Steinkohlebergbaus darf dieses Wasser kontrolliert ansteigen - ist ein bestimmter Pegel erreicht, muss die RAG es aber heben und sicher ableiten.
33 Millionen Kubikmeter Grubenwasser pro Jahr
2035 soll das Grubenwasser der alten Zechen am Schacht Lohberg hochgepumpt und durch riesige Rohre unterirdisch in den Rhein bei Voerde geleitet werden. Das stetige Abpumpen des Grubenwassers ist nach dem Ende des Steinkohlebergbaus eine Ewigkeitsaufgabe. Damit soll verhindert werden, dass es sich mit unserem Trinkwasser vermischt. Jährlich sollen bis zu 33 Millionen Kubikmeter Grubenwasser durch den neuen Kanal fließen - in einer Tiefe von acht bis 16 Metern.