
In Moers ist in der Nacht eine Weltkriegsbombe erfolgreich kontrolliert gesprengt worden. Bis es soweit war, mussten allerdings hunderte Anwohner stundenlang ausharren. Bis 18 Uhr mussten sie ihre Häuser verlassen. Zu diesem Zeitpunkt wurden auch die Straßen gesperrt. Erst um 0 Uhr 27 gab es dann Entwarnung. Das Problem war die Evakuierung des Bethanien-Krankenhauses und eines Seniorenstifts. Damit war zwar schon frühzeitig begonnen worden. Um 23 Uhr 20 meldete die Stadt dann, dass noch immer die letzten Patienten transportiert werden müssen. Knapp 600 Feuerwehrleute und rund 150 Fahrzeuge waren im Einsatz. Unterstützung gab es dabei unter anderem aus Düsseldorf und Mönchengladbach.
Tonnenweise Erdmassen für Sprengung
Die Zehn-Zentner-Bombe war bei Bauarbeiten für ein neues Wohnquartier in Moers-Mitte an der Straße "Am Fünderich" gefunden worden. Im Laufe des Tages war dann gestern sogar noch ein zweiter kleinerer Blindgänger entdeckt worden - eine britische Fünf-Zentner-Bombe. Für die Sprengung mussten die Bomben mit 200 Tonnen Erde bedeckt werden. Außerdem sorgten tonnenweise Wasserkanister für Sicherheit. Kurz nach der Sprengung konnte die Stadt Moers dann Entwarnung gegeben. Straßen und Gebäude wurden damit wieder freigegeben. Insgesamt waren 2600 Anwohner, 450 Patienten und 200 Bewohner eines Seniorenstifts betroffen.