
Auf den Friedhöfen in Moers werden Kaninchen gerade zur Plage. Sie fressen Gräber kahl und unterhöhlen Abdeckplatten, beklagt die ENNI. Besonders betroffen von den Verwüstungen sind die Friedhöfe an der Klever Straße und in Utfort. Jetzt werden hier ungewöhnlich klingende Mittel eingesetzt. Falkner dürfen die Kaninchen mit einer Sondergenehmigung jagen. Das funktioniert so: Hunde spüren die Kaninchen auf und sorgen für ihre Flucht. Dann schlägt ein Bussard zu. Teils werden auch Frettchen genommen, um die Nager aus ihrem Bau zu treiben.
14 Experten wurden für die Jagd beauftragt
Neben den Falknern sind auch Jäger unterwegs, die eine Erlaubnis haben, die Kaninchen in den Abendstunden zu schießen. Insgesamt hat die ENNI 14 Experten für die zehn Moerser Friedhöfe beauftragt. Die Jagd mit den Greifvögeln ist aber leiser und gezielter. Sie kommt offenbar auch bei den Besuchern gut an. Ende des Monats beginnt die Schonzeit. Ab März dürfen nur noch Jungtiere bejagt werden. Auch die Greifvögel bleiben dann zur Mauser in ihren Volieren. Neben der Jagd sollen auch Duftstoffen die Kaninchen fernhalten.