
Die Castortransporte von Jülich nach Ahaus werden sich wohl ein Jahr länger hinziehen als geplant. Davon geht das NRW-Wirtschaftsministerium aus. Als Ende wird jetzt Sommer 2028 angepeilt. Die Genehmigung dafür steht aber noch aus. Im März war der erste Konvoi mit Atommüll und großem Polizeiaufgebot gestartet. An der Baerler Brücke auf der A42 bei Moers war er dabei auch an einer Mahnwache vorbeigezogen. Seitdem haben erst 21 von insgesamt über 150 Castoren ihr Ziel erreicht. Sollte der Antrag auf Verlängerung genehmigt werden, wird die gesetzlich geregelte maximale Gültigkeitsdauer von drei Jahren voll ausgeschöpft.
Strecke ist insgesamt 170 Kilometer lang
Bei dem Transport von 152 Castor-Behältern durch Nordrhein-Westfalen handelt es sich in der Summe um einen der größten Atommüll-Transporte auf der Straße seit Jahrzehnten. Die einzelnen Castoren werden jeweils auf einen Schwerlasttransporter geladen. Über Autobahnabschnitte fährt dann das Spezialfahrzeug in einem Fahrzeug-Konvoi auf der etwa 170 Kilometer langen Strecke. Die NRW-Polizei sichert die Transporte mit zahlreichen Beamten ab. Warum nicht mehrere Castor-Behälter auf Spezialfahrzeugen verladen und in einem Konvoi gleichzeitig transportiert werden, ist unklar. Details unterliegen der Geheimhaltung.