
In Rheinberg sorgt der Ausbau des Amplonius-Gymnasiums für Ärger. Zehn Klassen sollten übergangsweise in Containern untergebracht werden. Die werden jetzt aber laut RP deutlich teurer. Statt 300.000 Euro muss mit fast 1,2 Millionen Euro gerechnet werden. Das liegt offenbar an der aktuellen Marktlage. Außerdem kam es zu Verzögerungen bei der Ausschreibung. Der Umzug der Schüler in die Container verschiebt sich damit auch. Erst nach den Herbstferien soll es soweit sein. Um den Unterricht bis dahin abzusichern, sind etwa VHS oder Mensa-Räume zum Ausweichen im Gespräch.
Mehr Schüler durch Wechsel auf G9
Das Platzproblem am Amplonius-Gymnasium ist das Resultat verschiedener paralleler Entwicklungen. Neben dem erhöhten Raumbedarf durch G9 sorgte der Ukraine-Krieg für direkte Verzögerungen beim Schulneubau. Die Stadt Rheinberg war verpflichtet, zunächst dringend benötigte Flüchtlingsunterkünfte am Melkweg zu errichten. Dadurch steht vom naturwissenschaftlichen Trakt der Schule aktuell erst der Rohbau, schreibt die RP. Erst wenn dieser im kommenden Jahr fertig ist, können auch die alten naturwissenschaftlichen Bestandsräume zu klassischen Klassenzimmern umgebaut werden.