
Der Christopher Street Day in Neukirchen-Vluyn ist am Samstag friedlich verlaufen. Rund 450 Menschen haben an der Demo durch die Stadt teilgenommen – im Anschluss ging es weiter zur Abschlussveranstaltung auf dem Vluyner Platz. Die Kreispolizei Wesel spricht von einem störungsfreien Verlauf. Vor Ort war die Polizei mit deutlich sichtbaren Kräften präsent. Der Hintergrund: Nach dem Anschlag beim CSD in Berlin sollte den Teilnehmenden ein sicheres Gefühl vermittelt werden. Nach eigenen Angaben hat die Polizei dabei eng mit der Stadt und den Veranstaltern zusammengearbeitet. Das Sicherheitskonzept habe sich bereits beim CSD in Moers bewährt und sei nun übernommen worden. Am Ende habe sich der Aufwand ausgezahlt.
CSD Neukirchen-Vluyn – Einsatzleiterin spricht von gutem Verlauf
Einsatzleiterin Sabine Kunst leitet die Polizeiwache Süd in Moers. Sie zeigt sich zufrieden mit dem Einsatz. Die Beamtinnen und Beamten hätten professionell und bürgernah gearbeitet, so ihr Dank an die eingesetzten Kräfte. Wichtig sei gewesen, dass die Teilnehmenden ihr Grundrecht sicher wahrnehmen konnten, ohne sich eingeschränkt zu fühlen. Vor der Veranstaltung hatte es allerdings schon Diskussionen gegeben. Nach dem Hissen der Regenbogenflagge am Rathaus war es zu einer Welle von Hasskommentaren in den sozialen Medien gekommen. Am Tag der Demo selbst blieb es dann aber ruhig. Für die Kreispolizei Wesel ist der Einsatz ein Erfolg – mit Blick auch auf kommende CSD-Veranstaltungen im Kreis Wesel.