Dauerthema Kies - bringt die Abgrabungskonferenz Fortschritte?

Am Dienstag soll im Weseler Kreishaus der Rahmen für weitere Gespräche abgesteckt werden. Bürgermeister, sowie CDU- und SPD Vertreter des Kreistages stellen klar, dass das nur der Auftakt für dann ganz konkrete Verhandlungen sein kann. Das Aktionsbündnis Niederrheinappell wird an der Konferenz nicht teilnehmen. Die Argumente seien ausgetauscht.

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Der gordische Knoten beim Kiesabbau ist noch lange nicht zerschlagen. Eine Lösung soll die Abgrabungskonferenz bringen, die am Dienstag im Kreishaus stattfindet. CDU und SPD appellieren an alle Beteiligte sich dem Dialog nicht zu verweigern. Allerdings hat das Aktionsbündnis Niederrheinappell schon abgewunken, auch die Stadt Kamp-Lintfort wird nicht an der Abgrabungskonferenz teilnehmen. Sie ist als Auftaktveranstaltung gedacht, an deren Ende Kompromisse für den zu überarbeiteten Regionalplan bringen sollen.

Unabhängig davon soll an der Klage gegen den Landesentwicklungsplan festgehalten werden, alleine schon um Rechtssicherheit zu bekommen. Hauptkritikpunkte sind nach wie vor der Kiesbedarf, der sich an den Auskiesungen der Kiesindustrie orientiert. Entsprechend seien die damit in Zusammenhang stehenden Zeiträume von 25 Jahren zu lang.

Der Wille zu Lösungen ist erkennbar, zumindest gibt sich die Stadt Wesel optimistisch. Sie will Flächen in Vahnum und Pettenkaul, die aus ihrer Sicht zum Auskiesen gegeignet sind, zumindest erstmal überprüfen lassen und dafür andere Flächen aus den Planungen streichen. Die neuen Diskussionen bedeuten unabhängig vom Ergebnis einen weiteren Zeitverlust. Ursprünglich sollte der Regionalplan bis zur Kommunalwahl im nächsten Jahr fertig sein. Das wird sich voraussichtlich um mehrere Jahre verzögern.


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