Der Niederrhein hilft - Angebote in Zeiten von Corona

Das Coronavirus breitet sich auch am Niederrhein aus. Vor allem Risikogruppen (Menschen mit Vorerkrankungen und ältere Menschen) sollen jetzt geschützt werden. Hier gibt es Hilfe.

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In Zeiten des Coronavirus sollten wir - soweit möglich - Zuhause bleiben. Das gilt besonders, wenn wir wegen einer Vorerkrankung oder aufgrund von hohem Alter zur Risikogruppe gehören. Doch nicht immer ist das möglich: Einkäufe müssen erledigt werden, Medikamente abgeholt. Deswegen gibt es im Kreis Wesel viele Initiativen, die in dieser schwierigen Zeit Hilfe anbieten. Wir haben für euch bei den Städten und Gemeinden im Kreis Wesel nachgefragt, hier gibt es eine Übersicht einiger Angebote.

Diese Hilfsangebote schlagen Städte und Gemeinden vor

Alpen: Die Nachbarschaftsberatung der Gemeinde hat ein "Seelenwärmer-Telefon" ins Leben gerufen. Dabei geht es nicht um Informationen, sondern darum, miteinander ins Gespräch zu kommen. Die Telefonnummern findet ihr hier.

Dinslaken: Das Seniorenbüro der Stadt ist unter der 02064/66345 erreichbar. Unterstützung für ältere Menschen zum Beispiel beim Einkauf bietet zum Beispiel der Caritasverband.

Hamminkeln: Hier unterstützt die Caritas zum Beispiel ältere Menschen, die Hilfe beim Einkaufen brauchen. Alle Infos findet ihr hier.

Hünxe: Freiwillige Helfer unterstützen Bürger in den unterschiedlichen Ortsteilen der Gemeinde, die alt sind, zur Risikogruppe gehören oder sich bereits in Quarantäne befinden. Diakonie und Caritas unterstützen bei ebenfalls Einkäufen. Hier gibt es alle Infos.

Kamp-Lintfort: Die Freiwilligenagentur KALI AKTIV vermittelt Nachbarschaftshilfe. Sie organisieren etwa Einkaufshilfen für ältere Menschen und chronisch Kranke. Außerdem gibt es einen telefonischen Besuchsdienst.

Moers: Der Krankenfahrdienst ERYA und das Team von Mietwagen Yanik bieten ein kostenloses Einkaufstaxi an. Die genauen Infos dazu gibt es hier. Außerdem hat die Stadt ein Bürgertelefon eingerichtet, es ist täglich zu erreichen unter der 02841/201201.

Neukirchen-Vluyn: Die Stadt hat die Internetseite #handelSinNVoll entwickelt. Dort werden die Angebote lokaler Einzelhändler, Gastronomen, Dienstleister und Handwerker in Zeiten des Coronavirus auflistet - sie bieten etwa Lieferservices an.

Rheinberg: Die Stadt hat eine Hotline für wichtige Fragen eingerichtet, die Nummer findet ihr hier. Mit Sitz in Rheinberg wurde außerdem vom Kreisverband der AWO ein Seniorentelefon gestartet. Es richtet sich an alle Senioren im Kreis Wesel, die sich einsam fühlen und sprechen wollen. Sie bekommen dort außerdem Infos rund um das Coronavirus.

Schermbeck: Die Organisation "Wir für Schermbeck" bietet Hilfe im Coronafall an. Sie organisiert Nachbarschaftshilfe - damit zum Beispiel älteren Menschen das Einkaufen abgenommen wird. Außerdem sind die Lieferdienste von lokalen Restaurants aufgelistet.

Sonsbeck: Die Gemeinde hat ein Bürgertelefon eingerichtet. Dort können alle Fragen rund um das Coronavirus gestellt werden, außerdem können sich dort ältere Menschen melden, die Unterstützung benötigen. Die Hotline ist unter 02838/36180 zu erreichen.

Voerde: Auch Voerde hat eine Hotline eingerichtet, um allgemeine Fragen rund um Einschränkungen wegen des Coronavirus zu beantworten. Caritas und das DRK organisieren Hilfen für ältere Menschen, übernehmen etwa Einkäufe.

Wesel: Das Seniorenbüro der Stadt versucht Fragen älterer Menschen zu beantworten und Hilfe zu vermitteln. Das Mehrgenerationenhaus organisiert zum Beispiel eine Telefonkette gegen Einsamkeit, Caritas und DRK übernehmen Einkäufe. Eine umfassende Übersicht aller Hilfs-Angebote in Wesel (inklusive Lieferdiensten) gibt es bei WeselMarketing.

Xanten: Über den Nachbarschaftskoordinatoren bietet die Stadt Unterstützungsangebote insbesondere für alleinlebende, ältere bzw. gehandicapte Personen an. Dabei sind städtische Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer im Einsatz.

Wie schütze ich mich vor dem Coronavirus?

Aufgrund der aktuellen Grippesaison sollten ohnehin folgende Hygienemaßnahmen beachtet und eingehalten werden:

  • Hustenhygiene (in die Armbeuge husten)
  • Nieshygiene
  • Regelmäßig gründlich Hände waschen, mindestens zwanzig Sekunden lang und mit Seife

An wen wende ich mich bei einem Corona-Verdachtsfall?

Der erste Ansprechpartner für Bürgerinnen und Bürger ist der eigene Hausarzt/die eigene Hausärztin. Hierbei sollte man diesen zunächst telefonisch kontaktieren und die weiteren Schritte abklären.

Hier erreicht ihr das Gesundheitsministerium für Rückfragen zum Thema Coronavirus: 0211/ 91191001

Der Kreis Wesel hat auch eine Hotline für allgemeine Fragen eingerichtet: 0281/2074060

Kann ich euch auch meine Hilfsaktion melden?

Wir finden es toll, dass ihr in Zeiten des Coronavirus kreativ werdet und euch ganz viele tolle Aktionen überlegt, um einander zu helfen! Gerne hören wir auch davon. Aufgrund der Fülle der Angebote können wir nicht immer garantieren, dass jede Aktion bei uns im Programm erwähnt wird. Trotzdem möchten wir euch eine Plattform bieten. Deswegen haben wir eine Facebook-Gruppe erstellt - dort könnt ihr euch gerne austauschen, eure Hilfe anbieten und Menschen finden, die Hilfe benötigen!

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