
In Dinslaken gilt die Luftqualität seit Jahren wieder als top. Seit 2018 konnten die Grenzwerte der EU immer eingehalten werden. Vor drei Jahren konnte deshalb sogar die feste Messstation für Feinstaub und Co. abgebaut werden. Jetzt drohen neue und deutlich schärfere Vorgaben der EU. Was das für Folgen in Dinslaken hat, soll nächste Woche die Politik beraten. Die Stadt plant - wenn nötig - schon vor der neuen Richtlinie zu handeln. Sie ist deshalb schon im Gespräch mit der Bezirksregierung als zuständige Behörde für Luftreinhaltepläne.
2011 hatte Dinslaken etwa ein LKW-Fahrverbot beschlossen
Der letzte Luftreinhalteplan für Dinslaken war 2011 erstellt worden. Dazu gehörten etwa die Umweltzone in der Innenstadt und ein LKW-Fahrverbot für stark befahrene Straßen. Zuvor hatte Dinslaken wiederholt Grenzwerte überschritten. Aktuell liegt die Grenze etwa für Stickstoffdioxid (NO2) bei 40 µg/m³ im Jahresschnitt. Ab 2030 plant die EU sie auf 20 µg/m³ zu senken. Ist es absehbar, dass die Messungen in Dinslaken drüber liegen werden, ist die Stadt diesmal sogar dazu verpflichtet schon im Vorfeld tätig zu werden.
2030 könnten die Grenzwerte wieder überschritten werden
Das Landesumweltamt hat für betroffene Städte ein Tool bereit gestellt. Hier hat auch Dinslaken schon erste Daten zu Verkehrsstärke oder Bebauungsdichte eingegeben. Dabei wurde ermittelt, dass es Stellen in der Stadt gibt, an denen eine Grenzwertüberschreitung im Jahr 2030 durchaus wahrscheinlich ist. Die Ergebnisse werden am 3. Juni im Umweltausschuss vorgestellt. Ob und wie neue Messstationen eingerichtet werden sollen, ist aber noch nicht entschieden. Sollte erneut ein Luftreinhalteplan nötig werden, müsste er bis spätestens Ende 2028 erfolgen.