
In Dinslaken hatte der Tod von zwei Jungen auf ihrem Schulweg große Trauer ausgelöst. Fast 1500 Menschen hatten nach dem schrecklichen Unfall im Mai eine Petition unterschrieben. Darin wird die Stadt aufgefordert, mehr für sichere Schulwege zu tun. Jetzt hat sie erste Maßnahmen erarbeitet, um etwa den oft gefährlichen Verkehr der Elterntaxis in den Griff zu kriegen. Dazu gehören unter anderem Schwerpunktkontrollen, ehrenamtliche Schülerlotsen und eine Social-Media-Kampagne. Das ist aber nur der Anfang: Für jede Dinslakener Schule sollen noch ganz individuelle Verkehrskonzepte entwickelt werden - gemeinsam mit Eltern, Lehrkräften, Polizei, Anwohnern und den Initiatorinnen der Petition. Danach könnten z.B. neuen Zebrastreifen, Fahrbahnverengungen oder Einbahnstraßen folgen.
Kontrollen ab Schuljahresstart in Dinslaken
Schon mit Start des neuen Schuljahres sollen die Schwerpunktkontrollen verstärkt werden. Wer im Halteverbot steht, muss dabei direkt mit einem Bußgeld rechnen. Auch Dinslakens Bürgermeister Panke möchte sich bei einer der morgendlichen Kontrollen persönlich ein Bild der Lage machen. Für die ehrenamtlichen Schülerlotsen soll zunächst in enger Abstimmung mit den Schulleitungen ein Konzept erstellt und anschließend öffentlich um Helfer geworben werden. Außerdem ist eine Kampagne vor allem über Social Media in Vorbereitung, um Eltern für die Gefahren durch den Hol- und Bringverkehr zu sensibilisieren.
Auch Anwohner in Dinslaken hatten sich beschwert
Anlass für den Workshop waren neben der Petition auch wiederholte Beschwerden von Anwohnerinnen und Anwohnern rund um die Dinslakener Schulen. Bürgermeister Simon Panke hatte dazu die drei Beigeordneten sowie Fachleute aus den Bereichen Ordnung, Bau, Verkehrsplanung und Schule zusammengebracht. Gemeinsam sehen sie die vielen Eltern-Taxis als Hauptursache für die gefährlichen Situationen im Schulumfeld.