
Das frühere MCS-Gelände liegt schon seit über zehn Jahren brach. Die Stadt hatte es zuletzt in einem Tauschgeschäft vom vorherigen Eigentümer übernommen. Die Entwicklung der rund acht Hektar an der Thyssenstraße liegt damit jetzt in ihrer Hand. Überlegt wird aktuell, dass der städtische DIN-Service hier an einem zentralen Ort zusammenzieht. Der Vorschlag durchläuft diesen Monat die politischen Gremien. Anfang Oktober soll der Rat entscheiden, ob dafür eine umfassende Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben wird. Sie soll klären, ob der DIN-Service technisch, wirtschaftlich und städtebaulich sinnvoll auf dem ehemaligen MCS-Gelände untergebracht werden kann.
Machbarkeitsstudie für DIN-Service in Dinslaken
Die Studie soll etwa aufzeigen, was Umzug und Neubau im Vergleich dazu kostet, alles beim Alten zu lassen und die bisherigen Gebäude zu sanieren. Allein für die Untersuchung in den kommenden beiden Jahren rechnet die Dinslakener Verwaltung mit Investitionen von rund 1,9 Millionen Euro. Erst wenn die Ergebnisse vorliegen, fällt die endgültige Entscheidung. Neben funktionalen und organisatorischen Aspekten müssen die Experten auch den Denkmalschutz auf dem ehemaligen MCS-Gelände im Blick behalten – darunter ein Verwaltungsgebäude, das Schalthaus an der Bahnlinie und einige Hallenteile.
Mehrere Gremien in Dinslaken bereits beteiligt
Mehrere Ausschüsse haben sich bereits mit dem Vorschlag befasst. Dazu zählen der Betriebsausschuss, der Bau-, Liegenschafts- und Denkmalausschuss sowie der Ausschuss für Mobilitäts- und Verkehrsplanung, Stadtentwicklung, Umwelt- und Klimaschutz. Auch der Haupt- und Finanzausschuss hat sich damit beschäftigt. Sie empfehlen dem Rat, die Machbarkeitsstudie in Auftrag zu geben. Zwei städtische Gesellschaften sind zusätzlich eingebunden: die DIN FLEG mbH und die ProZent GmbH. Die DIN FLEG kümmert sich um die Grundstücks- und Flächenentwicklung des Geländes. Die ProZent GmbH übernimmt die bauliche Planung für einen möglichen Neubau. Hier geht es zur Beschlussvorlage der Stadt Dinslaken.