
Ein Streit zwischen Dinslaken und dem Kreis Wesel war heute Thema vor Gericht. Ein Urteil ist aber nicht gefallen. Bei dem Streit geht um rund eine halbe Million Euro pro Jahr für die Straßenbahn 903. Seit 2020 muss die Stadt diese Betriebskosten zahlen. Jetzt hat der Kreis die entsprechenden Bescheide aufgehoben. Das Gericht hatte vorher Bedenken an deren Rechtmäßigkeit geäußert. Jetzt wollen die Stadt und der Kreis sich zeitnah, außergerichtlich über die Kostenverteilung einigen. Das Gericht hatte auch klar gemacht, dass Dinslaken am meisten von der Straßenbahnlinie profitiert.
Straßenbahn von überregionaler Bedeutung
Wann Stadt und Kreis für eine Einigung zusammenkommen steht noch nicht fest. Dinslaken ist natürlich bestrebt die eigenen Kosten zu senken. Die Stadt hatte vor dem Gerichtstermin deutlich ausgesagt, dass die Straßenbahnlinie von überregionaler Bedeutung ist - weit über die Stadtgrenzen hinaus. Die Straßenbahnlinie 903 fährt zwischen Dinslaken und Duisburg. Dinslaken hatte schon 2020 vorgerechnet, welche Folgen die Entscheidung des Kreises für ihren Haushalt hat: Könnte sie über die 500.000 Euro frei verfügen, ließe sich eine 15-Millionen-Euro-Investition mit einer Abschreibungszeit von 30 Jahren finanzieren.