Anzeige
Ansicht Rathaus im Park am Teich
© Stadt Dinslaken
Ansicht Rathaus im Park am Teich
Teilen:

Dinslakener Haushalt mit Sparpaket

Der Dinslakener Stadtrat trifft heute Abend weitreichende Entscheidungen für die Stadtfinanzen. Auf der Tagesordnung stehen Sparmaßnahmen, Steuererhöhungen und mehrere große Stadtprojekte.

Veröffentlicht: Donnerstag, 26.03.2026 09:24

Anzeige

Die Finanzen der Stadt Dinslaken sind seit Jahren angespannt. Die Haushalte der vergangenen Jahre hat der Kreis Wesel als Aufsichtsbehörde nicht genehmigt — die bisherigen Sparmaßnahmen reichen nicht aus. Heute Abend stimmt der Rat über den Haushalt 2026 und ein umfassendes Haushaltssicherungskonzept ab. Ziel ist ein ausgeglichener Haushalt bis spätestens 2033. Ein zentraler Baustein dabei ist die Erhöhung der Grundsteuer B — der Hebesatz soll von 648 auf 998 Prozentpunkte steigen. Das bringt der Stadt rund 6,5 Millionen Euro zusätzlich pro Jahr. Auch die Grundsteuer A für land- und forstwirtschaftliche Betriebe steigt — von 280 auf 434 Prozentpunkte. Die Gewerbesteuer bleibt mit 499 Punkten unverändert. Die Steuererhöhungen sollen rückwirkend zum 1. Januar 2026 gelten. Nach der Ratssitzung liegt der Haushalt beim Kreis Wesel — der muss ihn als Aufsichtsbehörde erst noch genehmigen.

Anzeige

Trabrennbahn, neue Sporthalle und Parkpalette am Bahnhof

Anzeige

Neben dem Haushalt stehen weitere wichtige Stadtprojekte auf der Tagesordnung. Das Trabrennbahn-Areal soll endlich bebaut werden — als Wohnquartier mit verdichteter Bebauung. Eine südliche Teilfläche soll vorab unerschlossen verkauft werden, um schnell Einnahmen zu erzielen. Die restliche Fläche soll zu 85 Prozent verkauft und zu 15 Prozent im Erbbaurecht vergeben werden. Die Grünen-Fraktion beantragt, den Erbbaurechtsanteil langfristig auf mindestens 25 Prozent zu erhöhen. Durch eine Verdichtung der Bebauung steigt die Nettowohndichte von rund 188 auf etwa 235 Einwohner pro Hektar. Außerdem entscheidet der Rat über den Neubau einer Zweifachsporthalle an der Ernst-Barlach-Gesamtschule — durch mehr als 28 Millionen Euro aus dem Investitionspaket des Bundes ist eine vollständige Förderung realistisch. Und der geplante Bau einer Parkpalette am Bahnhof kommt nicht — die bewilligten Fördermittel in Höhe von rund drei Millionen Euro stehen nicht mehr zur Verfügung.

Anzeige
Anzeige
Anzeige