
Netzbetreiber Amprion verstärkt aktuell viele Stromleitungen. Eine der Trassen bietet eine besondere Herausforderung: Zwischen Voerde und Rheinberg durchqueren Erdkabel den Rhein. Die Stadtwerke Dinslaken fordern jetzt, den Verlauf nochmal zu ändern, obwohl schon erste Vorbereitungen gestartet sind. Sie sorgen sich um das Trinkwasser. Kritisch sehen sie den Bereich der Momm-Niederung. Die Erdkabel sollen hier durch Wasserschutzzonen laufen. Problematisch sei das, weil beim Verlegen schützende Lehmschichten aufgebuddelt werden müssen. Und beim Betrieb der Erdkabel entsteht auch noch Wärme. Auch darin sehen die Stadtwerke Risiken.
Alternative Trasse wäre deutlich teurer
Die Stadtwerke schlagen vor, den Rhein am Strandhaus Ahr zu queren. Dann könnten besonders sensible Gebiete für das Grund- und damit auch das Trinkwasser umgangen werden. Die Variante war allerdings wegen hoher Kosten gestrichen worden. Die Dinslakener Stadtwerke befinden sich nach eigenen Angaben schon in einem Rechtsschutzverfahren gegen das Land NRW und Amprion als Beigeladene. Das habe schon zu einer teilweisen Einschränkung der vorzeitigen Baumaßnahmen geführt.