
Duisburg erinnert heute zum Jahrestag an die Opfer der Loveparade-Katastrophe vor 16 Jahren. Neu ist, dass die Stadt den Gedenktag erstmals selber organisiert hat. Die bisher zuständige Opferstiftung hatte sich im vergangenen Jahr aufgelöst. Die traditionelle „Nacht der 1.000 Lichter“ am Vorabend ist deshalb ausgefallen. Für die Hinterbliebenen gibt es heute zunächst eine geschlossene Andacht. Danach folgt eine öffentliche Gedenkfeier am Unglückstunnel. Bei dem Technofestival im Jahr 2010 kamen 21 Menschen in einer Massenpanik ums Leben, Hunderte wurden verletzt.
Auf der Fläche soll künftig ein neues Stadtquartier entstehen
Trotz jahrelanger Untersuchungen und Expertenberichte zu Planungsmängeln wurde juristisch nie jemand zur Verantwortung gezogen. Das damalige Festivalgelände, eine Brachfläche südlich des Duisburger Hauptbahnhofs, soll in Zukunft komplett umgestaltet werden. Die Stadt plant dort ein modernes und nachhaltiges Stadtquartier. Weil die Nachfrage nach Büroräumen allerdings zurückgegangen ist, müssen die Pläne aktuell noch einmal überarbeitet werden. Wann die Bauarbeiten starten, ist unklar.