
In Duisburg hat die Stadt zum ersten Mal das Gedenken an die Loveparade-Katastrophe organisiert. 16 Jahre nach dem verheerenden Unglück hatte sich die Opferstiftung letztes Jahr aufgelöst. Die traditionelle „Nacht der tausend Lichter" am Vorabend findet deshalb nicht mehr statt. Geplant ist am Jahrestag – am Freitag – eine private Andacht für die Angehörigen. Danach folgt eine öffentliche Gedenkfeier im Tunnel an der Unglücksstelle. Bei der Loveparade am 24. Juli 2010 war es zu einer Massenpanik am einzigen Ein- und Ausgang zum Festivalgelände gekommen. Viele hundert Menschen wurden in dem Gedränge verletzt. 21 junge Menschen im Alter von 17 bis 38 Jahren starben. Obwohl Experten viele Mängel bei Planung und Genehmigung der Loveparade aufzeigten, wurde juristisch nie jemand zur Verantwortung gezogen.
Duisburg plant neues Stadtquartier auf dem alten Loveparade-Gelände
Für das damalige Festivalgelände, eine Brachfläche südlich des Hauptbahnhofs, gibt es mittlerweile neue Pläne: Die Stadt will dort ein modernes und nachhaltiges Quartier errichten. Weil die Nachfrage nach Büroräumen deutlich zurückgegangen ist, werden die Pläne im Moment aber noch einmal komplett überarbeitet. Wann die Bauarbeiten beginnen, ist noch völlig unklar. Die Unglücksstelle von damals soll dabei nicht aus dem Stadtbild verschwinden – im Gegenteil. Die Rampe, die ein Investor zwischenzeitlich umgebaut und deutlich schmaler gestaltet hatte, soll wieder in ihren damaligen Zustand versetzt werden. Nach Fertigstellung des Quartiers soll sie ein Teil einer ruhigen Parkanlage sein.