
Rund 60 Beschäftigte des Hauptzollamts Duisburg waren am Mittwoch bei einer groß angelegten Schwerpunktprüfung im Einsatz. Im Fokus standen Kurier-, Express- und Paketdienstleister. Die Beamten überprüften die Fahrer dabei direkt auf den Straßen, unterstützt von der nordrhein-westfälischen Landespolizei. Insgesamt kontrollierte der Zoll über 60 Personen und leitete noch vor Ort 25 Ermittlungsverfahren ein, darunter auch drei Strafverfahren wegen mutmaßlichem Sozialbetrug.
Zweifel auch beim Mindestlohn
Die groß angelegten Kontrollen sollen Schwarzarbeit und Ausbeutung in der oft stressigen Paketbranche bekämpfen. Neben den direkten Strafverfahren stießen die Zöllner in 30 weiteren Fällen auf Unregelmäßigkeiten. Hier gibt es unter anderem Zweifel, ob die Fahrer den gesetzlichen Mindestlohn erhalten, ob sie parallel zu Unrecht Sozialleistungen beziehen oder ob sie überhaupt eine gültige Arbeitserlaubnis haben.