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Eltern-Protest in Voerde gegen höhere Betreuungsbeiträge
© Lars Fröhlich / FUNKE Foto Services
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Eltern-Protest in Voerde gegen höhere Betreuungsbeiträge

Wie teuer darf die Betreuung von Kindern sein? Eine Frage, auf die Eltern und Kommunen verschiedene Antworten haben und eine Frage, die oftmals für Diskussionen sorgt. Der Auslöser: Die Stadt Voerde möchte zum 01. August 2027 die Elternbeiträge erhöhen - für Kinder in der Kindertageseinrichtung, Kindertagespflege und in der offenen Ganztagsgrundschule.

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Das soll in Voerde geändert werden

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Neue Einkommensstufen sollen bestimmen, wie hoch die Elternbeiträge künftig monatlich sind. Aktuell zahlen Eltern mit einem Jahresbruttoeinkommen in Höhe von 15.000 Euro keinen Beitrag - im neuen Vorschlag sollen Eltern mit einem Jahresbruttoeinkommen bis 36.000 Euro von den Elternbeiträgen befreit werden. Auch die Obergrenzen werden neu definiert. Zurzeit gilt: Alle, die über 84.000 Euro (brutto) im Jahr verdienen, zahlen maximal 543 Euro monatlich für die Betreuung im Kindergarten. In Zukunft steigt dieser Höchstsatz - auf 675 Euro an. Den sollen aber nur Eltern mit einem Jahresbruttoeinkommen von über 120.000 Euro zahlen.

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Änderung bei Geschwisterbonus in Voerde geplant

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Der Geschwisterbonus soll auch geändert werden. Aktuell ist das jüngere Geschwisterkind komplett von Beiträgen befreit. Die neue Geschwisterkind-Regelung bezieht sich auf das teurere Kind. Heißt: Für das teurere Kind soll voll gezahlt werden – so Bürgermeister Haarmann. Das günstigere Kind fällt dann unter die Geschwisterkind-Regelung – ist aber nach Reform dann nicht mehr kostenfrei. Für dieses Kind soll dann 50 Prozent des Beitrags anfallen. HIER gibt es die Infos im Ratsinformationssystem der Stadt Voerde.

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Darum gibt es die Petition in Voerde

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Sebastian Laakmann aus Voerde findet, die geplanten Änderungen seien ein Gebührenhammer und exemplarisch für eine verfehlte Haushaltspolitik auf Kosten junger Familien. Er ist stellvertretender Schulpflegschaftsvorsitzender der Otto-Willmann-Schule Voerde und hat die Bürgerpetition "Stoppt den Kita- und OGS-Beitrags-Hammer in Voerde!" gestartet. Auch auf dem Voerder Wochenmarkt plant er eine Unterschriftenaktion. Er befürchtet, dass durch die geplanten Erhöhungen Mütter in die Teilzeitfalle getrieben würden. Hier das ganze Interview mit Sebastian Laakmann, stellvertretender Schulpflegschaftsvorsitzender der Otto-Willmann-Schule Voerde:

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Radio K.W.Interview Sebastian Laakmann zur Beitragserhöhung Voerde
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Das sagt der Voerder Bürgermeister

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Dirk Haarmann (SPD) versteht die Betroffenheit der Eltern - räumt aber ein, dass der Grund für die schwere finanzielle Lage der Stadt keine verfehlte Haushaltspolitik sei. Es gebe die Probleme durch eine jahrzehntelang andauernde finanzielle Unterversorgung durch Bund und Land. Die Stadt habe immer mehr Pflichtaufgaben, die nicht ausfinanziert sind. Gleichzeitig erklärt er, dass durch die neu geplante Beitragsregelung für einen Großteil der Eltern die Beträge gesenkt (mittlere Einkommensschicht) würden.

Was er zum Vorschlag der neuen Geschwisterregelung sagt und noch viel mehr, hört ihr hier hier:

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Radio K.W.Interview Dirk Haarmann zur Beitragserhöhung Voerde
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Voerder Stadtrat entscheidet bald über Elternbeiträge

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Am 6. Oktober entscheidet der Stadtrat in Voerde über den Vorschlag, ob Gebühren für Kinder in der Kindertageseinrichtung, Kindertagespflege und in der offenen Ganztagsgrundschule erhöht werden oder nicht. Bis dahin suche man noch den politischen Austausch mit Eltern - so Laakmann.

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