
Das Erdbeben in Venezuela hat bislang mindestens 235 Menschen das Leben gekostet. Mehr als 4.300 Menschen wurden verletzt. Besonders schwer betroffen ist der Bundesstaat La Guaira an der Karibikküste. Dort suchen Rettungskräfte weiter nach Verschütteten. Die Duisburger Hilfsorganisation ISAR Germany schickt jetzt ein Vorausteam ins Katastrophengebiet. Gemeinsam mit dem Technischen Hilfswerk und weiteren internationalen Partnern soll es den Hilfsbedarf vor Ort einschätzen und die weitere Unterstützung koordinieren. Parallel fliegen auch knapp 50 THW-Einsatzkräfte mit Rettungshunden nach Venezuela.
Podcast mit Augenzeugen aus Caracas
Wie sich das Doppel-Erdbeben für die Menschen vor Ort angefühlt hat, zeigt eine aktuelle Sonderfolge des Funke-Podcasts „Im Krisenmodus“. NRZ-Politikchef und FUNKE Kriegs- und Krisenreporter Jan Jessen spricht mit zwei deutschen Augenzeuginnen aus Caracas, die das Beben miterlebt haben. Außerdem erklärt Paul-Philipp Braun von ISAR Germany, warum die ersten 72 Stunden nach einem Erdbeben entscheidend sind und weshalb internationale Rettungsteams nicht einfach sofort starten können.
Action Medeor stellt 50.000 Euro bereit
Auch das Medikamentenhilfswerk Action Medeor aus Tönisvorst unterstützt die Menschen in Venezuela. Die Organisation stellt 50.000 Euro für die medizinische Versorgung der Erdbebenopfer bereit und bereitet weitere Hilfslieferungen vor. Action Medeor arbeitet dafür mit Partnerorganisationen vor Ort zusammen. Benötigt werden vor allem Medikamente, medizinisches Material, sauberes Wasser und weitere Hilfsgüter. Die Lage in Venezuela bleibt nach Angaben der Behörden und Hilfsorganisationen weiter sehr ernst.