
Das Landesumweltamt NRW hat im Rhein bei Wesel erhöhte Konzentrationen von Cyclohexanon festgestellt. Die Messungen stammen vom 22. Dezember. Der höchste Wert lag bei 3,9 Mikrogramm pro Liter. Cyclohexanon wird hauptsächlich zur Herstellung von Kunststoffen verwendet. Die Substanz kommt auch in Lacken, Farben und Druckfarben vor. Sie kann aus Industriebetrieben oder Kläranlagen in den Rhein gelangen. Die offizielle Meldeschwelle liegt bei drei Mikrogramm pro Liter in Tagesmischproben. Diese Schwelle wurde nicht überschritten.
Trotzdem haben die Behörden vorsorglich einen Warnhinweis herausgegeben. Die Trinkwasserversorger in der Region wurden sofort informiert. Sie konnten bei Bedarf Schutzmaßnahmen einleiten. Das Trinkwasser war zu jeder Zeit sicher. Die Wasserschutzpolizei wurde benachrichtigt. Sie kann jetzt weitere Ermittlungen zur Ursache einleiten. Cyclohexanon baut sich relativ schnell biologisch ab. Die Schadstoffwelle ist inzwischen komplett vorbeigeflossen.