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Ermittlungen gegen Fahrerin nach tödlichem Unfall in Dinslaken
© Arnulf Stoffel / Funke Foto Services
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Ermittlungen gegen Fahrerin nach tödlichem Unfall in Dinslaken

In Dinslaken sind Schock und Anteilnahme nach dem tödlichen Unfall groß. Die Duisburger Staatsanwaltschaft ermittelt gegen die Unfallfahrerin.

Veröffentlicht: Donnerstag, 28.05.2026 13:16

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Nach dem tödlichen Unfall ist Dinslaken im Schockzustand. Zwei zwölfjährige Jungen starben gestern auf ihrem Schulweg. Warum die Autofahrerin in ihre Fahrräder geriet, muss noch ermittelt werden. Nach derzeitigem Stand spricht aber nichts für eine absichtliche Tat. Trotzdem wird gegen die Unfallfahrerin ermittelt. Der Vorwurf lautet fahrlässige Tötung. Das hat die Staatsanwaltschaft Duisburg mitgeteilt. Die Frau hatte schon im vergangenen Mai einen Unfall verursacht, nachdem sie am Steuer in Ohnmacht gefallen war. Danach war ihr ein Rekorder implantiert worden, der das Herz überwacht. Die Daten sollen jetzt ausgewertet werden. Auch ihr Auto wurde sichergestellt. Ein Sachverständiger wurde mit der Rekonstruktion des Unfalls beauftragt. Die Frau selbst konnte noch nicht vernommen werden. Sie wurde selbst schwer verletzt.

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Psychologische Hilfe für Unfallbeobachter

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Der Schock in der Stadt sitzt tief. Es gibt aber Hilfsangebote für Betroffene. Angehörige und Mitschüler werden durch Seelsorger und Psychologen betreut. Die Dinslakener Feuerwehr hat auch ein Spendenkonto für die Familien der Kinder eingerichtet:

  • Stadtfeuerwehrverband Dinslaken e.V.
  • Konto: DE 43 3566 0599 1032 9840 09
  • Verwendungszweck: Unfallopfer

Die Stadt bietet Unfallbeobachtern Hilfe an. Sie können sich dafür an die Feuerwehr unter 02064 60 60-231 wenden. Ein Zelt an der Unfallstelle soll bis heute Abend um 20 Uhr als Anlaufstelle für psychologische Hilfe dienen. Wenn der Bedarf da sein sollte, wird das Zelt auch morgen noch als Anlaufstelle zur Verfügung stehen. Außerdem öffnet der Evangelische Kirchenkreis die Stadtkirche für alle, die nicht alleine sein wollen. Heute und morgen Nachmittag sind für zwei Stunden (16:30 bis 18:30 Uhr) auch Seelsorger vor Ort. Für morgen ruft Dinslaken zu einer stadtweiten Schweigeminute auf. Um 9:15 Uhr können Schulen, Betriebe, Institutionen und alle, die sich daran beteiligen möchten für eine Minute zusammen innezuhalten und der beiden verstorbenen Jungen zu gedenken. Heute und morgen gibt es in der Stadt Trauerbeflaggung.

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Hier gibt es digitale Hilfestellungen

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Außerdem verweist die Stadt auf Hilfsstellungen vom Bundesamt. Zusammengefasst ist für alle betroffenen Kinder und Jugendlichen jetzt Folgendes wichtig:

·       Nähe zu verlässlichen, verständnisvollen und empathischen Bezugspersonen (Eltern, Lehrkräfte),

·       Verständnis fördernde Informationen („Wie konnte es passieren“),

·       einen strukturierten, Halt gebenden „Alltag“ (der natürlich kein Alltag ist),

·       Hilfe beim Ausdruck eigener Betroffenheit und Trauer (gemeinsames Innehalten, Rituale, Gebet, Kerzen, Gedenkort).

Hier gibt es Hilfestellungen für Angehörige und Eltern, um das tragische Ereignis mit ihren Kindern oder Jugendlichen aufzuarbeiten. Wer selbst ein Unglück miterlebt hat, findet hier eine Hilfestellung.


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Die Kinder waren auf dem Schulweg

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Zu dem tragischen Unfall war es gestern kurz vor Schulbeginn gekommen. Auf der Hagenstraße hat eine 47 Jahre alte Frau die Kontrolle über ihr Auto verloren und ist in eine Gruppe von drei Jungen gefahren. Zwei von ihnen wurden so schwer verletzt, dass sie später im Krankenhaus starben. Der dritte, ebenfalls ein zwölf Jahre alter Junge, wird leicht verletzt. Die Autofahrerin erlitt schwere Verletzungen. Nahe der Unfallstelle an der Schule hatten Augenzeugen an einem Kiosk den Unfall mitansehen müssen.

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Anteilnahme auch aus der Landespolitik

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«Das sind furchtbare Nachrichten aus Dinslaken. Zwei Kinder sind auf dem Weg zur Schule aus dem Leben gerissen worden», reagierte NRW-Innenminister Herbert Reul auf den Unfall. «Für die Familien ist von einer Sekunde auf die andere nichts mehr, wie es war. Ihnen gilt mein tiefes Mitgefühl.» Auch NRW-Schulministerin Dorothee Feller zeigte sich betroffen. «Wir werden die Schulen mit allem unterstützen, was uns möglich ist». Sie trauere mit den Familien, den Freunden und Bekannten und allen Menschen an den betroffenen Schulen.

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Weinfest ohne Musik- und Bühnenprogramm

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Aufgrund der Situation wird auch das Wein- und Genussfest heute ohne Musik und Bühnenprogramm stattfinden. So wird den Menschen in der Stadt die Möglichkeit gegeben, sich zu treffen und gemeinsam auszutauschen – auch über den schwerwiegenden Unfall, der sich in ihrer Stadt ereignet hat. Seelsorger-Erkunder werden auf der Veranstaltung zugegen sein.

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