
Am frühen Sonntagmorgen haben Anwohner in Moers-Meerbeck die Polizei alarmiert. Grund soll ein lauter Streit vor einem Café in einem Wohngebiet gewesen sein. Als die ersten Beamten eintrafen, haben sie zunächst kein Opfer gefunden – nur Blutspuren auf dem Gehweg. Zeugen sollen berichtet haben, dass kurz zuvor noch ein verletzter Mann vor dem Lokal auf dem Boden gelegen habe. Im Café selbst sollen sich mehrere Männer lautstark gestritten haben. Mehrere von ihnen sollen den Beamten gegenüber aggressiv geworden sein – zwei sollen blutverschmierte Kleidung getragen haben. Die Polizei hat daraufhin Verstärkung aus umliegenden Städten angefordert. Erst danach haben die Beamten das Gebäude durchsuchen können – das Opfer haben sie dort nicht gefunden.
Opfer in Nachbarhaus gefunden
Hinweise von Anwohnern sollen die Ermittler schließlich in ein benachbartes Haus geführt haben. Dort haben sie einen schwer verletzten Mann entdeckt. Laut Bild-Zeitung soll der Mann sechs Stichverletzungen im Oberkörper erlitten haben und in Lebensgefahr schweben – offiziell bestätigt ist das nicht. Er soll notoperiert worden sein. Die Mordkommission aus Duisburg hatte die Ermittlungen übernommen. Der Verdacht eines Tötungsdeliktes erhärtete sich aber nicht, weswegen nun die Kreispolizei Wesel u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt. Ein 44-jähriger Tatverdächtiger wurde vorläufig festgenommen, mittlerweile aber wieder freigelassen.