Erster Coronafall im Kreis Wesel - Patient aus Kamp-Lintfort

Der Kreis Wesel hat jetzt doch den ersten Erkrankungsfall mit dem Coronavirus (Covid 19) bestätigt. Die Infektion wurde durch einen Labortest nachgewiesen. Die betroffene Person wohnt in Kamp-Lintfort und ist Verwaltungsmitarbeiterin des St. Bernhard Hospitals, Kontakt zu Patienten hatte sie keinen. Der Krisenstab des Kreises Wesel wurde einberufen.

Ein Test für das Krankheitsbild des 2019-nCoV (Symbolbild).
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Der Kreis Wesel hat jetzt doch den ersten Erkrankungsfall mit dem Coronavirus (Covid 19) bestätigt. Die Infektion wurde durch einen Labortest nachgewiesen. Die betroffene Person wohnt in Kamp-Lintfort und arbeitet im St. Bernhard Hospital.


Die Mitarbeiterin hatte am 22. Februar Kontakt zu einer Freundin in Heinsberg, die zu diesem Zeitpunkt gesund war. Die Mitarbeiterin nahm am Montag, 24. Februar, wieder ihren Dienst in der Verwaltung auf und war beschwerdefrei. Über ihre Freundin erfuhr sie dann am Donnerstag, 27. Februar, dass diese im Rahmen der Heinsberger Untersuchungsreihe positiv auf Corona-Viren getestet worden sei.


Die Mitarbeiterin informierte unverzüglich die Geschäftsführung des Hospitals, die über den Betriebsarzt sofort einen Kontrollabstrich durchführen ließ. Die Mitarbeiterin wurde umgehend in häusliche Quarantäne geschickt und ihre Kollegen über die möglichen Symptome einer Infektion und Schutzmaßnahmen informiert.


Mit dem Bekanntwerden des positiven Befundes wurde umgehend das zuständige Gesundheitsamt des Kreises Wesel informiert und gemeinsam über die zu treffenden Maßnahmen und das detaillierte Vorgaben beraten. In Abstimmung mit dem Gesundheitsamt wurden sofort alle Kontaktpersonen der Kategorie I, also ihre direkten Arbeitskollegen in der Personalabteilung, getestet und für die kommenden 14 Tage in häusliche Quarantäne geschickt.


Mögliche Kontakte zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die patientennah tätig sind, wurden überprüft und können nach jetzigem Stand ausgeschlossen werden. „Uns ist wichtig, dass die Mitarbeiterin keinen Kontakt zu medizinischem Personal und Patienten im Hospital hatte,“ so Dr. Wilhelm Kirschke, Ärztlicher Direktor des Kamp-Lintforter Hospitals.


Das St. Bernhard-Hospital hat sich durch viele Maßnahmen auf einen solchen Fall vorbereitet. Zu diesen Maßnahmen gehören unter anderem ein eigenes Hygiene-Team und die Festlegung der Abläufe. „Hier im Haus weiß jeder, was zu tun ist“, betont Geschäftsführer Josef Lübbers. „Wir waren vorbereitet.“


Für die kommenden 14 Tage sind Kontakte zu allen Verwaltungsbereichen ausschließlich telefonisch oder per Mail möglich.


Der Krisenstab des Kreises Wesel wurde noch am selben Tag einberufen. Der Fachdienst Gesundheitswesen ermittelt derzeit alle Kontaktpersonen. Die bisher ermittelten Kontaktpersonen befinden sich alle in häuslicher Absonderung.


Zunächst hatte noch Hoffnung auf mehr Zeit bestanden. Ein erster Verdachtsfall aus Moers hatte sich nicht betätigt. Deutschland wird sich Experten zufolge mit dem neuen Coronavirus arrangieren müssen. Sie erwarten, dass die Fallzahlen in den nächsten Wochen ansteigen. Grund zur Panik bestehe allerdings nicht.

 

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