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Erster eigener CSD in Wesel: Queere Stimmen aus der Stadt
© Together/SVLS e.V.
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Erster eigener CSD in Wesel: Queere Stimmen aus der Stadt

Am 11. Juli steigt der erste eigene CSD in Wesel. Wir haben vorab mit einer queeren Person aus Wesel über ihre Erfahrungen und Wünsche gesprochen. Auch in Moers und Neukirchen-Vluyn stehen noch CSDs an.

Veröffentlicht: Dienstag, 07.07.2026 13:02

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Bunt, sichtbar und vielfältig: Das sind die Ziele des Vereins "Wesel für Demokratie und Vielfalt" im Hinblick auf den anstehenden CSD (Christopher Street Day) am 11. Juli 2026. Das Motto lautet "Nie wieder still". Der CSD soll einen sicheren Raum für queere Menschen bieten und jeglicher Diskriminierung entgegenwirken. Die Organisatoren erwarten einen großen Zulauf mit hunderten Teilnehmern. Der Demozug startet um 15 Uhr am Großen Markt und endet am Berliner Tor. Begleitet wird die Veranstaltung von Infoständen und einem Bühnenprogramm. Unter anderem sorgen Live-Musik, eine Bauchtanzgruppe, eine Drag-Queen, Tanzeinlagen und DJane für gute Unterhaltung. Schirmherr ist Wesels Bürgermeister Rainer Benien. Für ihn ist es "ein klares Bekenntnis zu Respekt, Menschenwürde und einem friedlichen Zusammenleben". Mit einem offenen Brief hatte er sich hinter die Pläne gestellt - und damit gegen Beschwerden gegen die geplante Parade.

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Ein offenes Ohr für queere Menschen

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Auch Michelle aus Wesel freut sich sehr auf den ersten Weseler CSD. 45 Jahre lang hat sie als Mann gelebt, bevor sie vor etwa zehn Monaten Frauenkleidung für sich entdeckt hat. Der CSD wird das erste Event sein, an dem sie als Frau teilnimmt. Wir haben mit Michelle gesprochen. Anfangs war es schwierig für sie, ihre neue Identität anzunehmen. Sie hatte niemanden, dem sie von ihrem Wandel erzählen konnte - bis heute wissen nur wenige davon. Daher wünscht sie sich Ansprechpersonen: Menschen, an die man sich als queere Person wenden kann, um mögliche Fragen zu klären.

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Auch Moers und Neukirchen-Vluyn feiern den CSD

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Der Niederrhein hängt die Regenbogenflagge jetzt erst richtig hoch. Auf den CSD in Wesel folgt der nächste am 1. August in Moers. Hier gibt es vor dem Event selbst auch Vorbereitungstreffen am 23.Juli und 30.Juli. Im Bollwerk werden gemeinsam Playlists zusammengestellt. Außerdem ist eine gemeinsame Plakat-Bastelstunde geplant. Am 29. August ist dann Neukirchen-Vluyn dran. Hier gab es bei uns - zumindest bislang - immer die größte Pride-Parade im Kreis Wesel. Auch über die Kreisgrenzen hinaus gehen viele Menschen für die Rechte von Queeren auf die Straße. Nebenan im Ruhrgebiet gibt es in diesem Jahr so viele CSDs wie noch nie. Zwölf sind insgesamt geplant, darunter auch wieder in Duisburg (25.Juli) und Oberhausen (11. Juli) - aber auch drei neue sind geplant: in Oberhausen, Hattingen und Lünen.

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Wenn auch du nach Ansprechpersonen suchst, kannst du dich an folgende Stellen wenden:

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  • andersROOM

Begegnungs- und Beratungszentrum für queere Menschen

www.andersroom.de, Tel.: +49 271 53 297

  • KCM e.V. Münster - Verein für queeres Leben

Beratung und Begegnung

www.kcm-muenster.de. Tel.: +49 251 66 56 86

  • LEBEDO

Psychosoziale Beratungsstelle für alle LSBPATINQ* Menschen

www.lebedo.de, Tel.: +49 231 98 22 14 40

  • Lebenslust-Beratungsstelle

Psychosoziale Beratung, Aufklärung und Kontaktmöglichkeiten

www.lebenslust-beratungsstelle.de, Tel.: +49 208 19 446

  • Rosa Strippe e.V.

persönliche Beratung

www.rosastrippe.de, Tel.: +49 234 19 446

  • rubiconBeratung

Einzel-, Paar- und Familienberatung

https://rubicon-koeln.de/beratung/, Tel.: +49 22127 66 99 90

  • QueerConnect bei der Aidshilfe Bielefeld e.V.

Kostenlose und auf Wunsch anonyme Psychosoziale Beratungsstelle für LSBTIQ

https://www.aidshilfe-bielefeld.de/de/psychosoziale-beratung-fuer-lsbtiq-queerconnect, Tel.: +49 521 133388

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