
Zwischen Voerde und Rheinberg sollen neue Erdkabel den Rhein durchqueren. Netzbetreiber Amprion will hier die Stromleitungen auf 380 Kilovolt erhöhen. Der Abschnitt ist Teil der neuen Stromautobahn von Wesel nach Osterrath mit insgesamt 53 Kilometern. Vor den eigentlichen Arbeiten muss jetzt dafür gesorgt werden, dass keine Vögel im Baustellenbereich brüten. Amprion startet deshalb so genannte "Vergrämungsmaßnahmen". Unter anderem werden Greifvogelattrappen aufgestellt - also quasi Flugdrachen, die aussehen wie Adler. Außerdem gibt es Absperrungen mit Zaunelementen und Folien.
Menschen und Hunde im Einsatz
Auch Menschen sollen dafür sorgen, dass sich keine Brut- und Rastvögel an der geplanten Stromtrasse zwischen Voerde und Rheinberg niederlassen. Sie begehen regelmäßig das Baufeld, teils begleitet von Hunden. Sie können außerdem Klangattrappen abspielen, die Laute von Greifvögeln nachahmen. Laut Amprion wurden alle Maßnahmen eng mit den zuständigen Behörden abgestimmt. Der Bau der neuen Erdkabelverbindung unter dem Rhein soll in der ersten Hälfte diesen Jahres starten. Bis sie steht, wird es noch dauern. Die Fertigstellung ist für 2030 geplant.