
Mit gefälschten Urkunden soll sich ein 30-Jähriger Jobs als Notfallsanitäter erschlichen und Menschen falsch behandelt haben. Heute (16.07.) muss er sich vor dem Landgericht Kleve verantworten. Laut Anklage ist ein schwer Herz- und lungenkranker Patient gestorben, nachdem der vermeintliche Sanitäter ihm bei einem Einsatz in Kamp-Lintfort Medikamente gegeben und eine Notarzt-Behandlung verhindert hatte. Die Staatsanwaltschaft wirft ihm vor, den Tod des Patienten billigend in Kauf genommen zu haben.
Er soll eine falsche Infusion gelegt haben
Die Anklage lautet Totschlag, gefährliche Körperverletzung und Urkundenfälschung in zwei Fällen. In einem weiteren Fall soll er einem Patienten mit einem Lungenödem eine falsche Infusion gelegt haben - eine Kollegin soll das rechtzeitig bemerkt und verhindert haben. Zum Auftakt heute sind zahlreiche Zeugen und zwei Sachverständige geladen.