
Es ist 18.44 Uhr am Dienstagabend, als der Alarm bei der Feuerwehr eingeht. In Rheurdt, am Rand des Gewerbegebiets In den Pannenkaulen, ist ein Pferd in einen Entwässerungsgraben gerutscht. Das Tier heißt „Donovan". Es steckt mit dem Bauch und allen vier Läufen tief im Schlamm. Sein Reiter ist vor Ort und betreut das Pferd. Eine zweite Reiterin und ihr Pferd stehen in der Nähe – unverletzt, aber sichtlich aufgewühlt. Die Lage ist ernst. Eine Großtierrettung läuft an. Die Löscheinheit Schaephuysen übernimmt die Einsatzleitung.
Feuerwehr Neukirchen-Vluyn mit Spezialgerät im Einsatz
Schnell ist klar: Für diese Rettung braucht es mehr. Die Einsatzleitung zieht zusätzliche Kräfte hinzu. Ein Gerätewagen der Feuerwehr Neukirchen-Vluyn rückt mit speziellem Equipment für Großtierrettungen an. Dazu kommen eine Veterinärin der Pferdepraxis Weeze, ein Rettungswagen und ein Landwirt mit Radlader. Insgesamt 25 Helfer aus Feuerwehr, Rettungsdienst und Polizei sind vor Ort. Die Einsatzkräfte aus Schaephuysen und Neukirchen-Vluyn bereiten sich auf die Befreiung vor. Dann kämpft. „Donovan" sich mit letzter Kraft selbst aus dem Schlamm. Kurz bevor die Retter eingreifen können, steht das Pferd wieder auf eigenen Beinen.
Pferd und Reiter kommen ins Krankenhaus und in den Stall
Nach der Selbstbefreiung führen die Einsatzkräfte „Donovan" in seinen Stall, der nicht weit vom Einsatzort entfernt ist. Dort übernimmt kurz darauf die Veterinärin die Untersuchung des Tieres. Dem Pferd geht es den Umständen entsprechend. Auch der Reiter ist in ärztlicher Behandlung. Der Rettungsdienst untersucht ihn vor Ort und bringt ihn zur weiteren Kontrolle in ein Krankenhaus. Nach rund einer Stunde ist der Einsatz beendet. Was das Pferd ursprünglich in den Graben gerutscht hat, ist bislang nicht geklärt.