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Forstamt Wesel überwacht Wälder am Niederrhein mit KI
© Erwin Pottgiesser / FUNKE Foto
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Forstamt Wesel überwacht Wälder am Niederrhein mit KI

Acht Kameras, Künstliche Intelligenz und eine Schaltzentrale in Wesel – der Waldbrandschutz am Niederrhein ist hochmodern. Seit 2024 läuft das System „Fire Watch" – und es hat schon mehrfach angeschlagen.

Veröffentlicht: Mittwoch, 24.06.2026 07:56

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Am Niederrhein gibt es seit 2024 ein System gegen Waldbrände. Es heißt „Fire Watch" und kombiniert Spezialkameras mit Künstlicher Intelligenz. Acht Kameras stehen auf Telekommunikationsmasten – verteilt über die Region. Sie filmen rund um die Uhr und in alle Richtungen – 360 Grad. Insgesamt überwachen sie rund 62.000 Hektar Wald. Das Gebiet umfasst die Kreise Wesel, Kleve und Viersen, den Rhein-Kreis Neuss sowie Düsseldorf und Mönchengladbach. Rauch erkennt das System schon aus bis zu 20 Kilometern Entfernung. Großbrände sogar aus mehr als 40 Kilometern. Die Bilder laufen zentral auf dem Weseler Wasserturm zusammen. Von dort gehen sie direkt an den Server des Regionalforstamts nebenan. Bei Waldbrandstufe drei und höher sitzen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Forstamts vor den Bildschirmen und prüfen jeden Verdacht. Die meisten Brände entstehen zwischen 10 und 20 Uhr. Bestätigt sich ein Alarm, geht sofort eine Meldung mit GPS-Daten an die zuständige Leitstelle – damit Einsatzkräfte den Brandort direkt ansteuern können.

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Waldbrandüberwachung Wesel reicht bis in die Niederlande

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Die Kameras erfassen schon heute Gebiete weit in den Niederlanden – bis in den Reichswald und darüber hinaus. Konkret: Das System hat bereits Brände in bis zu 40 Kilometern Entfernung jenseits der Grenze erkannt. Das Regionalforstamt Niederrhein ist in Gesprächen mit der niederländischen Region Limburg. Ziel ist eine gemeinsame grenzüberschreitende Waldbrandüberwachung. Künftig sollen auch in Limburg Kameras stehen – überwacht von der Zentrale in Wesel, schreibt die NRZ. Das System ist technisch so ausgelegt, dass es grundsätzlich ganz Nordrhein-Westfalen abdecken könnte. Das Pilotprojekt am Niederrhein ist 2021 mit einer Machbarkeitsstudie gestratet. Seit 2024 läuft der offizielle Testbetrieb. Das Land Nordrhein-Westfalen finanzierte den Start mit 1,13 Millionen Euro. Ein weiterer Ausbau in NRW ist bereits geplant. Der Niederrhein eignet sich laut Forstamt besonders gut als Testregion – weil das Gelände flach ist und wenige Kameras viel Fläche abdecken können.

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